Tuesday, 23 February 2016

Jetzt wird's Kuba-Boarisch



Zum ersten Mal bin ich dem Cuban Sandwich in dem Film “Chef” begegnet (so heißt er im Original.  Der „deutsche“ Titel ist „Kiss the Cook“. Do foit mia nix mehr ei.
Ich meine, hallo? Kiss the cook? Wo denn?
Jedenfalls, die Cubans, das sind echte Hammerbrötchen. Dann stolperte ich hier über die Idee, das Cuban S. mit Hefeteig zu machen. Da ich ja jetzt mit dem Hefeteig auf du und du bin (kiss the dough), schüttelte ich so was Ähnliches aus dem Ärmel.
Im Kühlschrank hatte ich:
Hefe
Rinderschinken
Lardo (in der Pfanne kurz angebraten)
Gurkerl (gewürfelt)
Emmentaler
Mit 10g Hefe und 200g Mehl rührte ich mit etwas warmem Wasser und Salz einen Vorteig an, den ich nach ca. 15 Minuten verknetete. Mit einem Schuss Öl wurde der Teig ein bisserl zu weich um ihn zu Schnecken zu schneiden. Nachdem er so ca. 30 Minuten gegangen war, strich ich ihn auf Backpapier, bestrich ihn mit Dijonsenf und belegte ihn mit den obigen Zutaten.
Im Backpapier eng aufrollen und die Rolle ab in den auf 200°C vorgeheizten Ofen für ca. eine halbe Stunde. 
Auf halber Strecke öffnet ich das Ofentürl und bestrich ich die Rolle mit Öl und einer Za’atarmischung*.
Heraus kam kein Sandwich, sondern ein kubanisch-bayrischer Hefestrudel (ausnahmsweise kein Rehragout). 
Absolut umami. Improvisation ist alles. 
*Za'atar ist eine mittelmeerische Gewürzmischung; ich mache sie aus Sumac, Thymian, Majoran, Sesamsamen und Salz

My first encounter  with the Cuban sandwich was in the film "Chef" - which in German is titled "Kiss the cook". Yes, I know.
On this blog I saw pictures of the C.S. made with a pizza dough which I instantly knew I had to try!
In the fridge I had:
Dijon mustard 
pastrami ham 
hot salami or chorizo are usually recommended, I used lardo which I sliced thinly and crisped in a pan
gherkins, diced; 
Swiss cheese
parsley (or coriander), chopped 
You could use bought pizza dough, but I really enjoy making yeasty doughs now.

Use 10g fresh or half a packet dried yeast with 200g flour. Add some warm water to start the dough, after 15 minutes or so knead it with a dash of oil. I used a bit too much oil, so the dough was too soft to cut it into rolls. 
So, after letting it prove for half an hour, I spread the soft dough on baking paper and layered the ingredients on top.
First, I spread the mustard over the dough, then layered the ham, chopped gherkins and cheese.

I rolled it up insided the baking paper und transferred the roll to the baking dish with the paper.

Bake for 25-30 minutes, until the tops are nicely brown. Half-way through I brushed the roll with oil and scattered some za'atar* over it.
I ended up with a kind of Cuban strudel - extremely edible!

Improvisation is everything.
* mediterranean condiment made with sumac, thyme, oregano or marjoram, sesame seeds and salt
 
 

11 comments:

  1. Selbst virtuell halten deine Kochinspirationen für mich Leib und Seele zusammen. Liebe Grüße Petra (Mmmh, Lardo!)

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    1. Lardo (mit Kräutern) hab ich in Herrmannsdorf entdeckt, echt fein.

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  2. Scheint mir eine enorme Verbesserung des Grundmodells zu sein.

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  3. Mach mich nicht schwächlich.... will heute mein Dinner strickte cancelln!!!!
    .... aber leer geschluckt ob deinen Bildern heisst nicht, dass ich meiner Idee schon voll abtrünnig geworden bin!
    Lass es dir schmecken♥
    Bigbizbriz

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  4. Haha, danke für diese Lacher ;-))) Wär wirklich interessant, wo der Koch zu küssen wär ;-)

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  5. ich küsse köchInnen, die gerösteten Sesam haben
    :-)

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  6. so was müsste ich einmal machen ...schaut knusprig aus!

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