Sunday, 12 June 2016

Weißer Kuchen und ein Fußballdesaster


Irgendwie schaffen Luisa und ich es doch, fast aus jedem Regentag den sonnigen Moment herauszuholen und in einen unserer Seen zu springen. So schaffen wir uns wenigstens die Illusion von Sommer. 
 Wenn es dann wieder regnet, ist es Zeit, was Essbares auf den Tisch zu stellen. 
***
Somehow my sister and I always manage to squeeze a sunny moment out of each rainy day to have our swim and sustain the illusion of a summer.
When the rain comes back, it's time to create something edible.

Am Nachmittag hatte ich ein Rezept ausprobiert, irgendwo aus dem Internet... weiße Schokobrownies, also Whities, sozusagen.

100g Butter
200g weiße Schokolade
150g Zucker
60 ml Zitronensaft
2 Eier
1 Prise Salz
150g Mehl, Backpulver
Vanillezucker
Schale einer Zitrone

Butter und weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen.
In einer zweiten Schüssel Eier, Zucker und Salz verrühren und Vanillezucker und Zitronensaft dazugeben.
Nach und nach die Schoko-Butter-Masse unterrühren, zuletzt Mehl und Backpulver reinmischen und zu einem Teig verrühren.
Den Teig in eine gefettete und bemehlte Backform geben und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C für 25 Minuten backen (aufpassen! evtl. mit Backpapier abdecken).
In der Form abkühlen lassen und mit Zitronenguss perfektionieren.

 

Somewhere in the internet I found this recipe for white chocolate brownies (whities?) which turned out pretty well:
Melt 100g butter with 200g white chocolate
Beat 2 eggs with 150g sugar, add 60ml lemon juice. Fold in 150g flour, a pinch of salt, some vanilla sugar (Moi: grated tonka bean) to make a dough.
Fill the dough into a buttered, floured tin.
Bake at 170 °C for 25 minutes (keep watching, you may need to cover it with a sheet of baking paper if it gets too "brownie"!



Der Engländer ist jetzt eigentlich nicht der Mann, der mit einem Sixpack Bier und Chips vor dem Fernseher sitzt und Fussball schaut. Gestern hatten wir eine Anwandlung von "ach, unser englisches Team spielt ja heute", die uns aber ob der Leistung schnell verging. Und das Drumrum erst! Dank der hässlichen Bierbäuche und Glatzen sowohl der englischen als auch der russischen "Fans", die Marseille zerlegten, verging einem jedes Heimweh sehr schnell. 
Schöner war das Spiel von Wales, der last-minute Sieg gegen die furchterregenden, über und über tätowierten Foulkünstler aus der Slovakei...
Bier zu kaufen hatten wir vergessen, aber wir tranken Apfelschorle und hatten was Schönes zu Essen: meine Version von Salade niçoise
Zusammengebaut aus kleinen, festen Salatblättern, einer großen Fleischtomate, bissfest gekochten grünen Bohnen und einer Dose Thunfisch von der Sorte, bei der keine Delphine mit draufgehen.
Dazu machte ich eine Mayonaise mit Sardellen und Kapern, und kochte ein paar Eier. Die Kartoffeln wurden als einzig warme Bratkartoffelversion serviert. Der Abend war gerettet.

Now, my resident Englishman is not the kind of guy who watches football with a sixpack and the lads. But last night we had a moment of "oh let's watch the England-Russia match and see how the boys are doing". 
Hahaha. 
They didn't do very well, and what is more, apart from not really loveable Wayne Rooney we don't know any of the players any more. Where's Seamaaaan! Beckham! Rio Ferdinand! Michael Owen! Gary Lineker (shows my age!) 
Plus, the fans made a bad impression in Marseille - only to be topped by the super-ugly Russian Ultras.
Much lovelier the last-minute Welsh victory over the scary, completely tattooed Slovakians.
Anyway, we had nice food, my version of a niçoise salad, built with romany lettuce leaves, a beef tomato, string beans and a tin of ethical tuna. The potatoes came fried with herbs, some boiled eggs, and I made an anchovy mayo with capers. Much needed comfort food.

12 comments:

  1. Der Kuchen sieht extrem saftig und lecker aus.
    Fußball .. nix da... und Sommer und Rosen gingen bisher aus Zeitmangel an mir vorüber. :O)
    Sommer und "Rosen fotografieren" könnte noch was werden.
    Am Nachmittag bekomme ich Besuch, der mir einen Kleiderschrank aufbaut. Zum Päuschen gibt es dann Marzipan-Schnecken aus fluffigem Hefeteig.
    Grüße
    Oona

    ReplyDelete
  2. Dieses Licht-Bild wieder, Ilse - mein Lieblingsthema !! Grandios schön! Und zu Deinem fairen Thunfisch fällt mir immer fast zwanghaft eine gruselige,typisch TAZ-mäßige Geschichte ein, die ich jetzt lieber doch nicht wiederhole, nachdem mein pc sie eben selbsttätig gelöscht hat. Und gestern, bei einer botanischen Exkursion in die Wertach-Schlucht hörte ich, daß Juni und Juli schon immer unsere regenreichsten Monate sind...liebe grüße vom Tr.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Na dann! und danke, dass du mir den Thunfisch nicht im nachhinein weggegruselt hast! LGi

      Delete
  3. Hab' ich dir eigentlich schon mal geschrieben, dass ich 2 Blogs habe, die ich, wenn sie was Neues veröffentlichen, allen anderen vorziehe? Du bist einer davon :) Und du enttäuscht mich nie! Lieben Gruss :)

    ReplyDelete
    Replies
    1. Danke liebe Hanne! Was ist dann der andere ;-)

      Delete
    2. DAS wird natürlich nicht verraten.... :)

      Delete
  4. mein Mitkoch ist eher schon die Sorte, die Fussball schauen muss - gottseidank nicht mit Sixpack sondern nur ab und zu mit einem craft beer :-)
    Sehr schöne Pfingstrose übrigens, meine sind schon kaputt, daran ist dieser elende Dauerregen schuld!

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ich hab die Pfingstrose vor ihrem Zusammenbruch gerettet - sie lag auch schon am Boden!

      Delete
  5. Also deine Fotos sind ja wieder klasse. Die Unwetterstimmung mit Enten, der köstlich aussehende Kuchen und das Lichtspiel zwischen den Bäumen - wunderschön! Die Fernsehbilder der Randale waren erschreckend fand ich. Ich hoffe es geht friedlicher weiter mit der EM. Viele Grüße aus dem Norden.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Hallo Anca - auf die Enten im Sturm bin ich ganz stolz! Und Fotokomplimente von einer tollen Fotografin freuen mich besonders. LG nach Schottland!

      Delete