Sunday, 11 December 2016

Monkey business


Ich habe heute ein paar Posts gelöscht, weil ich den Eindruck habe, dass sie unverhältnismäßig viele Klicks anziehen, was mir etwas unheimlich war. Ich denke ja schon manchmal darüber nach, dass die ganze Welt Zugriff auf meinen Blog hat - eigentlich gar nicht auszudenken, und ein bisschen zum Fürchten.
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I have closed some previous posts that seemed to attract an unusual number of clicks, which made me wonder what's so attractive about them - and to whom?
Also kehre ich wieder in die Küche zurück. Diese Woche war ich ausserdem wieder mal am immer wieder schönen Chiemsee, ein Lieblingsplatz der Familie bei jedem Wetter.
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So I return to the kitchen. And this week I also had an outing to Lake Chiemsee, a family favourite in all weathers. 
Ohne Kuchen geht garnichts: Nachmittags im Hotel Linde auf der Fraueninsel 
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Luscious cakes in the beautiful Island hotel "Linde"
Zum Plätzchenbacken hatte ich dieses Jahr noch keine Zeit oder vielleicht Lust. 
Weihnachten scheint mir weit weg und etwas unwirklich an diesen sonnigen, trockenen Föhntagen.
Wohingegen ich Tag und Nacht Lust zum Kuchenbacken habe.
Zum Beispiel dieses "Monkey Bread" von Dan Etherington, eine Art Hefezopf de-luxe und wesentlich dekadenter - an Butter wird hier nicht gespart.
Dabei fällt mir das Interview mit Vincent Klink in der jetzigen Winterausgabe der Effilee ein, in dem er gegen Gesundheitsapostel und eingebildete Kranke vom Leder zieht und für hemmungslosen Genuss plädiert.
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I haven't done a lot of pre-Christmas baking, it seems quite inappropriate somehow, with no snow and our no-presents-policy this year. But I am always up for baking a cake. For example, Dan Etherington's Monkey Bread, an all-butter whopper of "balls [of yeast pastry] dipped in ..butter, sugar and spices, and arranged in a ring shaped tin for baking" which has been waiting to be tried out.
Try it, it's "Good. Excessive. Indulgent. But good!" says Dan. And he should know.
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Anyway. Monkey Bread, erst mal der Hefeteig. 
20g frische (oder 12g Tocken-) Hefe in 200g lauwarmer Vollmilch mit 50g feinem Zucker auflösen
85g Butter erwärmen, dazugeben. Ein paar Minuten gehen lassen.
2 große Eier verkleppern
550g Weizenmehl (ich 405er) und 6g flor de sel in eine große Schüssel geben
Die Hefemischung zum Mehl geben, dann die Eier reinarbeiten. Kneten bis der Teig ein glatter Ball wird, notfalls die Hände nochmal mit Mehl bestäuben.
 


Ich machte den Teig spät abends und wollte nicht die ganze Nacht backen. Also stellte ich die Schüssel in den Kühlschrank, und der ging auf wie ein Luftballon. Im Kühlschrank.


I made the dough with live yeast late one night and kept it in the fridge over night. 
What a surprise next morning: the dough had doubled in size. In the fridge.
 
Und so geht's:

Eine Guglhupfform mit reichlich Butter auspinseln.

125g Butter schmelzen
 

1/2 TL Zimt, eine Prise Ingwerpulver (hatte ich nicht, ich nahm eine Prise Fivespice), eine Messerspitze Muskat (ich: Baharat) und Orangenabrieb mit 225g braunem Zucker vermischen
140g Walnüsse in einer fettfreien Pfanne leicht anrösten und hacken
Etwas von Gewürz und Nüssen in die gebutterte Form geben.



Jetzt wird der schön aufgegangene Teig nochmal durchgewalkt und in viele gleich große Kugeln geteilt (Dan macht 50, ich nur etwa 25)
Die Kugeln erst in der Butter, dann in der Gewürzmischung wälzen. In die Form schichten, Nüsse draufstreuen.
Nochmal gehen lassen bis sie weiter aufgehen und sich elastisch anfühlen.
Bei 180°C ca 40 Minuten backen - wenn sie zu braun werden, mit Backpapier abdecken.
  
Den abgekühlten Kuchen habe ich mit einem einfachen Zitrone-Puderzuckerguss bedeckt.
PS: dieses "Brot" habe ich schon zweimal gebacken...

13 comments:

  1. Schön der Chiemsee. Der hat mir auch gut gefallen.

    Das mit den seltsam hohen Zahlen bei einzelnen Posts kenne ich auch. Ich empfinde das dann ebenfalls als beunruhigend.
    Ich ändere den Titel oder mache meine Sternchen * in das eine oder andere Wort, dass eine S*uchmaschine klasse finden könnte.
    Liebe Grüße
    Oona

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  2. Mehr Details bitte! Was für einen Kuchen gab es denn auf der Fraueninsel?

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    1. Meiner war ein Schoko-Mohnkuchen und ich hätte ihn auch nicht besser gekonnt. Und das sage ich nicht oft, wenn ich öffentliche Kuchen esse!

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  3. Also ich könnte ja meinen, Du hast doch xmas-Gedanken, da hier permanent Schneeflocken die Seite herunterfließen. Doch - es geht mir mit Weihnachte in diesem Jahr genauso wie Dir - nicht wirklich lustvoll hinschauen und ja nix vorbereiten!!!! Mal sehen, vlt erholt sich dieser Wahnsinn ja noch bis zum 24. Auch ohne "Deine Lust" wünsche ich von Herzen eine stade Zeit mit vielen Raunächte-Träumen und bleibe uns auch in 2017 gewogen - es ist IMMER eine große Freude, Deine Worte, Deine posts zu lesen. Happy New Year - alles Liebe Sabine (die Deine Mama ein wenig gepflegt hätte, als Luisa und Du eine Pause brauchtet)

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    1. Vielen Dank für deine Wünsche. Gewogen bleibe ich auf alle Fälle!

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  4. Die Fraueninsel ist doch das allerschönste Plätzchen Bayerns. Da hätte ich gerne ein kleines Domizil.
    Hast du Himbeerohrringe angelegt um den Kuchen angemessen zu genießen?

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    1. Die Schlange im Paradies ist die wachsende Anzahl von Besuchergruppen! Gnade ihnen Gott wenn die chinesischen Touristengruppen das Inselchen entdecken.. das sind übrigens nicht die Himbeeren, die trage ich eher im Sommer.

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  5. danke danke danke für dieses rezept und bitte nicht löschen
    das muss ich morgen nachbacken
    allerliebste grüße
    birgit

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    1. Hallo Birgit - Ich kann es nur empfehlen. Ich wünsche dir viele Mit-Esser, sonst könnte es gefährlich werden.

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  6. Das Monkey Bread sieht so lecker aus. Muss ich mal backen und meinem Schwaben als Hefezopf der X-tra-Klasse unterjubeln. Danke für die Anregung.

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  7. "Monkey Bread": ausprobiert (61 Kullern ;) ). Leckaaa!

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