Saturday, 11 February 2017

Posttraumatisches Frühstück am Samstag

 Kaum scheint die Sonne nach einer schier endlosen Reihe grauer Tage, kommt wieder alles in Bewegung.  Was auf diesem Frühstückstisch nicht zu sehen ist, sind meine Blutdrucksenker. Die letzte Woche war ein schierer Alptraum mit für mich unfassbar hohem Blutdruck. Da mit zunehmendem Alter mein Hang zur Hypochondrie steigt, war ich natürlich überzeugt, dass ich eines Morgens aufwache und tot bin. Ist zum Glück nicht passiert, dank der bedingunslosen Unterstützung der Freundinnen und einer Überdosis Yogaatmung.
Dazu hat mir ein kompetenter Medizinmann bestätigt, dass alles durch die richtigen Kanäle fließt und ich halt, altersgemäß, eine höhere Dosis von dem Zeugs nehmen muss. Da Luisa und ich immer wieder mit Staunen beobachten, womit Mütterlein und Freundinnen alt geworden sind (Fett, Zucker, Kohlehydrate, Pillen aller Art, völlig ohne Diäten und, im Alter, Bewegung), beunruhigt mich das jetzt einfach nicht weiter.
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As a card-carrying hypochondriac, I was mega anxious this week because my blood pressure suddenly went through the roof. With a lot of help from my friends, plenty of yoga breathing and the reassurance from a Doc that everything is flowing as it should, I can now enjoy the first sunny day and my leisurely Saturday breakfast with the favourite man, followed by my new daily whack of Valsartan.
But hey, my Mum lived to over 90 on all sorts of medication plus cakes and coffee...

 

 Eine der Freuden meines Samstagmorgen ist der Gang zum Bäcker für den Brotvorrat der nächsten Tage.
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One of the joys of Saturday mornings is the walk up the hill to the bakery.

 Die entzückenden Töchter "helfen" beim Backen, und der "Bäckerbua", wie meine Mutter dieses Pracklmannsbild immer nannte, schiebt mir immer noch etwas extra in die Tüte - hier ein zweites Schokocroissant und einen "Gruschlkuchen", wie er das improvisierte Gebäckstück neben dem Dinkelvollkornbrot nennt.
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His oldest daughter now "helps" in the bakery, while he always stuffs some extra treat into my bag.



Anschließend spaziere ich mit der vollen Tüte den Kirchhang hinunter und freu mich an dem immer anderen Blick aufs Nachbardorf oder, bei Föhn, in die Berge.  Besonders heute, wo endlich wieder das Licht in der Landschaft eingeschaltet worden ist.

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My way home is down the hill with an ever-changing view of the countryside, sometimes with a grand view of the mountains.

16 comments:

  1. Frühstück gut – alles wieder gut, hoffe ich zumindest.
    Liebe Grüße Petra
    (Hier wurde das Licht heute auch eingeschaltet, bin schon ganz geblendet ...)

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    1. Freu mich schon auf die erleuchteten Freudenschauer!

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  2. Mach mal bloß keinen Quatsch. Ich komme in letzter Zeit nicht so richtig oft zum Internetlesen. Wenn ich da mal ein paar Tage nicht hinschaue, und Dich rafft der Blutdruck dahin, dann weiß ich doch gar nicht was los ist. - Also, bitte schön auf Dich aufpassen!

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    1. Ich tu was ich kann, liebe Nata. Aber ich kann nicht versprechen, Fett, Zucker und Kohlehydrate ganz aufzugeben!

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  3. Ja, schön ist es bei euch - und kein Schnee mehr!!!
    War heute in Ebersberg (Einlieferung f. Ausstellung) und jetzt
    bin ich ganz frustriert, weil bei uns noch eine geschlossene Schneedecke liegt und die "Mingera" schon Frühling haben ;)
    Wohnst du da nicht irgendwo ums Eck?
    Einen schönen Sonntag,
    Doris

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    1. Ja aber hallo! ich arbeite in Ebersberg. Melde dich wenn du wieder da bist. Und was für eine Ausstellung? Im Klosterhof?

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    2. . . . mein Mann wurde eingeladen zur Jahresausstellung des Kunstvereins in die "Alte Brennerei". Spätestens zur Finissage am 9. April um 16.00h kommen wir wieder um den "Apfelbutzen" abzuholen ... würde mich echt freuen!!!
      Gruß Doris

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    3. Ach, das wäre doch nett! Und- die Ausstellungen in der Alten Brennerei sind oft sehr schön.

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    4. Gebongt, am 9. April um 16.ooh - SUPER!!!

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  4. Moin Ilse,
    hier ist weiter alles grau in grau am Himmel. Nixda mit Licht. Ich warte sehnsüchtig auf Licht und Farbe.

    Ich habe schon immer einen viieel zu niedrigen Blutdruck. Auch nicht so fein. Düddelig, immer frostig im Inneren und schwer in Schwung kommend. Die vorgeschlagenen Medis lehne ich ab. Seit meine Schilddrüse etwas Unterstützung bekommt, ist das ständige Frieren zumindest weniger doll.

    Als ich bei einer Vorsorgeuntersuchung zum Blutdruckmessen ins Nebenzimmer musste, bemerkte die Arzthelferin, dass ich ja einen sehr niedrigen Blutdruck habe. Und ich antwortete, dass ich es gerade noch rechtzeitig in die Praxis geschafft habe und deswegen mit dem Rad 25 Minuten durch die Stadt gerast bin... :-) Die hat aber gestaunt.
    Zu niedrig ist doof und zu hoch kann eben "auch" ungut sein.
    Aufpassen ist wohl ratsam, aber leben in ausreichend lustvollen Zügen unabdingbar. Sach ich ma.

    Ahoi und liebe Grüße
    Oona

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    1. Ich dachte, Radfahren wäre gut für zu hohen Blutdruck?

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    2. Es ging darum, dass ich ja gerast bin und dann gleich durchgewunken wurde in den Blutabnahmeraum etc. Also hätte ich doch etwas mehr Puls haben müssen als "fast tot". Wie tief war der Blutdruck noch zu Hause :)

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  5. Ach ja, der Blutdruck. Stellt sich oft nach der Menopause ein, ist aber gut in den Griff zu bekommen. Ich hatte den unwissentlich 6 Wochen und das war eine ganz schlimme Zeit.
    Ich nehme getreulich täglich meine Dosis und gut ist. Ein Bekannter hat es mit Globuli versucht und bekam einen Schlaganfall von dem er sich nicht mehr erholt hat.
    Du musst nichts aufgeben, Ernährung hat weniger Einfluss auf die Gesundheit als gemeinhin angenommen.

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    1. Das höre ich doch gerne...danke, liebe Barbara!

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  6. Sorry to hear, and best wishes for continued good health! May you live long and healthy.

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  7. The frühstück and flowers look lovely!

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