Thursday, 18 May 2017

Erbsengaudi


Die wochenlange Leidenszeit scheint ihrem dem Ende zuzugehen (cross fingers! knock on wood! fast hätte ich knock on food geschrieben). Letzte Nacht erstmals ohne Schmerztabletten voll durchgeschlafen!
Als überzeugte Hypochonderin habe ich meine Versichertenkarte bis zum Maximum genutzt und bin jetzt von oben bis unten sowie seitlich und schräg durchgecheckt. Nicht viel zu finden. Vielleicht hat auch ein bisschen Magie aus Portugal geholfen...
Langsam lässt der Schmerz nach ("wegen guter Führung", wie Brizanne vorschlug) und das vor allem, wenn ich zu Fuß unterwegs bin.
Neulich war ich also in München, ein Spaziergang durch die Stadt. Die Sonne schien, meine Freundin Bine und ich saßen vor dem Stadtcafé, schauten über den Viktualienmarkt, am Gärtnerplatz kaufte ich vor lauter Euphorie aus Versehen fast eine Sonnenbrille für 300 Euro.
Bine half mir, diesen Wahnsinn zumindest nochmal zu überdenken. Lieber gingen wir noch ins Badercafé.





Wir besuchten auch das Eataly, und ich kann nur immer wiederholen, wie toll dieser Laden für Gemüse ist! Wenn in München, dann nix wie hin. Wo kriegt man sonst ein Dutzend Zucchiniblüten für 1.50?  Frische Erbsen, Agretti, fette Artischocken, 80c das Stück... Bine, die in Italien lebt, bestätigt dass der Laden eine echte kleine italienische Enklave in München ist.




Richtige Erbsen! die sind bei uns auf dem Land fast gänzlich dem Mais gewichen
***
Real peas! Can't find them for love or money out here, it's all maize on the fields







Ich machte die eine vereinfachte Version der Fish Pie: Eine Stange Lauch in einer ofenfesten Pfanne mit gutem Öl anbräunen und weich dämpfen. Zwei oder frisch aufgetaute Fischfilets deiner Wahl drauflegen, und mit Kartoffelpüree (mit Baharat gewürzt) bedecken. Bergkäse/Gouda/Cheddar drüber reiben und ab in den Ofen für etwas eine halbe Stunde.

Dazu erfand ich blitzschnell dazu einen grünen Dip: eine Handvoll Erbsen mit einer Avocado, Salz, Zitronensaft und Olivenöl zu Mus mixen - fertig und superfein.


My painful weeks seem to be coming to an end, without ever finding out exactly where that pain came from exactly. But as a true hypchondriac I had everything checked by all means available, maxing out my health insurance card, and it turns out there is nothing much wrong with me.
Walking and yoga were the magical healers, sleeping was hell. But last night I slept for the first time in weeks for 8 hours, blissfully without the help of ibu/aspirin &co.

The other day I finally made it to Munich for a little stroll around town with my friend Bine, visiting from Italy (for those of you who know her: she got married!)

We sat around in cafés, visited several markets and a shoe shop and passed through Eataly, my favourite place for fresh and reasonably priced vegetables (courgette flowers, a dozen for €1.50, anyone?)
They also has fresh peas, not so easy to find around here.
I bought the peas, I made a fish pie and I mashed the remaining peas with an avocade, salt, lemon juice and olive oil into a sort of mushy pea-guacamole hybrid. Extremely delicious.
 Die Erbsen, die schon Sprossen hatten, pflanzte ich schnell in einen Topf. nach wenigen Tagen kamen die Erbsenpflänzchen an die Oberfläche!
***
All the peas that had started sprouting I planted in a pot on the terrace - after a couple of days the shoots started appearing.

7 comments:

  1. ja, fast alles wird wieder gut. :-)
    wiederherstellungswünsche herzliche
    ingrid

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  2. Wie schön, dass es dir wieder etwas besser geht, Ilse!
    Ich rapple mich auch ganz langsam wieder hoch...
    Dir weiterhin alles Gute und viel Kochgaudi!
    Herzlich,
    Brigitte

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  3. da bin ich aber froh. wie heiß machst du dann deinen Ofen für Deinen "Fischauflauf"? und ... wenn Deine liebe Schwester wieder da ist sollten wir unbedingt wider einmal flickern!

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  4. Knock, knock, knock – ich hoffe, du kannst es hören!
    Freue mich, dass es dir besser geht (vielleicht irgendwann mal ein wenig Schwimmen im See?).
    Liebe Grüße Petra

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  5. Also, ich drücke Dir die Daumen feste!
    "Erbsen und Wurzeln" kenne ich nur. Die gab es - nach dem wir keinen Garten mehr hatten - aus der Dose. Mit Butter und Zucker "verfeinert".
    Als Kind habe ich die jungen Erbse-Schotten von den Pflanzen gepflückt und glücklich ausgepult. Bis meine Mutter dahinter kam...
    Ahoi
    Oona

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  6. Knock on food ;) ......es geht wieder aufwärts - schön :) Und deine Erbsen-Avocado-Creme klingt guuut! Genauso wie dein Ausflug nach Minga.

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  7. Na hurrah das klingt doch gut, sehr fein, dass dein Schlaf nicht mehr gestört wird, und ich verstehe die Versuchung für's Geld ausgeben nach der schmerzvollen Zeit nur allzu gut. Belohnung ist angesagt, aber vielleicht doch für was anderes :-) Gute weitere Besserung, liebe Grüße von Bettina

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