Friday, 9 June 2017

Ein Tag in Bayern - und der Wahnsinn von England

England! ich liebe dich. Corbyn hat der bösen Teresa sauber ein Bein gestellt.
Und es gibt dann eben auch solche Kandidaten: darf ich vorstellen, Mr. Fishfinger (in der Mitte)
I love England! Jeremy Corbyn - helped by a surge of young people turning up for the voting - has tripped up Teresa and made Brexit look a bit stupid.
And where else would you find a candidate called Mr. Fishfinger?

******


Aber jetzt, Herrschaften:
Wöllkam in Bavaria!

***

Meanwhile here in Bavaria, we know how to Wöllkam our visitors!



Much more on my sister's blog, salamandra.de  








 Hier haben wir zwar keine linken Hoffnungsträger für die nächste Wahl, aber dafür unsere Berge, und es fehlt uns auch nicht an hübschen Kirchen


 ***

We don't have a Corbyn for our imminent election but hey, we have lovely mountains, and quaint little churches everywhere...


Es stimmt: in bayrischen Wirtshäusern gibt es hauptsächlich Wurst, aber für hartgesottene (eingefleischte) VegetarierInnen machen sie auch mal Kässpatzen - wenn ihr Glück habt, ohne Speckwürfelchen.

***

Food in Bavaria goes from bad to Wurst: If you are lucky, vegetarians, you'll find the odd pasta without bits of ham in it

Nachdem wir vergeblich versuchten, nach Agatharied auf die Stadlbergalm zu fahren, und auf der grauenhaften St2073 eine halbe Stunde im Schritttempo gen Miesbach fuhren (fahrt! nie! mit dem Auto! nach Miesbach!) kehrten wir um und fuhren wild durchs schöne Bayern. In Wilparting - ein Ort den man normalerweise von der A8 aus bewundert, auf dem Weg nach Italien,  fanden wir ein wunderbar gelegenes Wirtshaus mit Bergblick (das Essen sieht man hier oben).

***

There are some places one should never attempt to drive to, so we escaped the traffic jam and ended up in a beautiful part of Bavaria we usually just pass on the motorway, driving to Italy.


Kaffe trinken ist in bayerischen Wirtschaften oft nicht so der Hochgenuss.
Aber zum Glück liegt am Irschenberg das Dinzler-Kaffee-Imperium. Wir tranken einen Kaffee von den Galapagos-Inseln und einen aus Kenia. Und dazu Rhabarberkuchen. Da vergisst man die Lage des Kaffeeparadieses mitten in einem Gewerbegebiet. Man sieht ja auch die Berge!

Und die Kuchentheken sind spektakulär...

Übrigens - wir haben alles selber bezahlt! Das ist keine Schleichwerbung.



Good coffee is not something I expect to get in the average Bavarian country pub.
But we found this beautiful coffee roasting, theme-parkish kind of place with x-number wonderful freshly roasted coffee varieties and the cakes to go with it.
We got lucky here.

And by the way, we paid for everything - no underhand product placement here!
Auf dem Heimweg sprangen wir noch in unseren streng geheimen Badesee
***
On the way home, we had a refreshing dip in our very secret swimming lake

17 comments:

  1. Schönes Bayern, wunderbare Bilder. Froh bin ich, seinerzeit zugezogen zu sein.
    Wenn Wurst und Würschtel gut sind, esse ich sie in jeder Form gerne. Sind das eigentlich Wollwürste auf dem vorderen Teller? Die verlocken nicht so sehr...
    Ilse, du bist ein Fossil in der Bloglandschaft mit deinen unbezahlten Beiträgen.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ach ja - Fossil... alles andere ist mir zu mühselig...

      Delete
  2. Statt Wahnsinn möchte ich fast von Irrsinn sprechen – war Politik eigentlich schon immer so bekloppt oder ist das ein neuer Trend? Ich bin gespannt, wie es in England weitergehen wird – das wird eine ganz schöne Herausforderung, aber auch daran kann Mensch ja wachsen.
    Da scheint euer Tag in Bayern (bis auf den Stau) doch wesentlich entspannter, ist jedenfalls schön anzusehen (also die Wollwürst schauen doch o.k. aus, nein?).
    Liebe Grüße und bis bald Petra

    ReplyDelete
  3. Yes - das sind Wollwürste, meine Mutter hat sie geliebt! Als Zuag'roaste liebe Barbara und Pepe, wisst ihr vielleicht nicht, dass die auch unter dem Namen "G'schwoine" bekannt sind. Irgendwie ist mir der Name Wollwurst lieber...
    Und Yes, die waren gut. Wie gesagt, an guten Wurstwaren feit's ja ned in Bayrischen Wirtshäusern. Aber halt an manch anderem.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ja, doch, G'schwoine" oder auch "Nackerte", wurde mir im Bairisch-Nachhilfe-Unterricht aka "Versepplungskurs" beigebracht. Aber der Ausdruck Wollwurst setzte natürlich gleich die Vorstellung von betrickenden Würsten frei.
      Sie sind meine liebster Currywurst-Grundlage …

      Delete
    2. Oh nein - Nackerte! wie gruslich. Ich glaub ich bin nicht verseppelt genug!

      Delete
  4. Wenn du das sagst verkoste ich sie bei nächster Gelegenheit.
    Mich hat zum einen die unwurstige Form (ohne Anfang und Ende) gestört, und dass sie Wollwurst heißt ließ mich eher gruseln.

    ReplyDelete
  5. Always a pleasure to read your blog! And I so agree with you on the election!
    Und ihr zwei Huebschen sehen wie immer blendend aus!

    ReplyDelete
  6. England ist super! Und falls du's noch nicht kennst: https://m.youtube.com/watch?v=HxN1STgQXW8

    ReplyDelete
  7. Schön, das "Doppel-Foto" von euch Schwestern.

    hihihi... sososo... Du läßt Dir nichts bezahlen. Erfrischend "anders". Obwohl es mir ja Wurscht sein kann, finde ich diese Blogs irgendwie daneben, wo dann Werbung für irgendwas von T+schibo oder I+kea oder Pfannen oder Kindermöbel und was weiß ich gemacht wird und dann steht unten drunter, dass in dem Blog die "freie Meinung" geschrieben wird und eine sich vorbehält selbst zu entscheiden, was sie schön findet.
    Wenn der Post geschrieben wird, um sich mit einem Produkt verlinken zu können, dann ist das - in meinem Gefühl und nach meiner ganz persönlichen Meinung - doch keine Schreibfreude und der "normale" Alltag, sondern eben Werbung und Manipulation. Ist ja im Grunde eh alles... :-)

    Aber das, wie so oft, nur am Rande erwähnt.
    Hab einen geschmeidigen Sonntag.

    Ahoi
    Oona

    ReplyDelete
  8. Wieder ein typischer "Ilse-post" - erfrischend & erheiternd. Und....gut schaust aus! Wie eine grande Dame :)

    ReplyDelete
  9. leider wird das doofe klischee in den raum gestellt, es gäbe in bayern kein vegetarisches essen. das ist insofern grosser blödsinn, weil bayern traditionell ein katholisches land ist, in dem auch heute noch das freitagsgebot durchaus beachtet wird. ausser fisch, der ja nun nicht vegetarisch ist, stehen da dann sogenannte "mehlspeisen" auf dem tisch, die allesamt -ob süss oder herzhaft-fleischfrei sind. selbst im biergarten ist vegetarisches essen kein problem, mit obatzdn, radi, röschen brezen. und in den über 40 jahren, die ich in bayern lebe, bekam ich noch nie kässpätzle mit speck vorgesetzt, das mag höchstens eine unsitte in touristenlokalen zu sein.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ich bin in Bayern aufgewachsen und unsere Oma hat sehr wohl fast nur vegetarisch gekocht, aber in den meisten Wirtschaften ist das Angebot immer noch bescheiden. Und - sorry duni - aber obatzda oder Brezen ist für mich kein "Essen" in dem Sinn, und ein Kaiserschmarrn auch nicht.
      Und im Übrigen war dieser Eintrag als leichter Kommentar zu einem Ausflugserlebnis gedacht, nicht als doktorarbeit zum Thema "Vegetarisch Essen in Bayern". Nix für ungut.

      Delete
  10. dass in lokalen viel zu viel fleisch serviert wird, ist ein problem, aber kein spezifisch bayerisches. für die gastro ist es natürlich einfacher und kostengünstiger, würstl zu braten als zwiefelröhrlmaultaschen zu füllen, fingernudeln zu wutzeln, schwammerl zu verarbeiten. und falls Du doch die doktorarbeit über bayerische fleischfreie küche anfangen magst: vorkonziliar war übrigens auch der dienstag ein fasttag der katholischen kirche.

    ReplyDelete
    Replies
    1. Meine Mutter wäre immer scharf drauf gewesen, dass ich noch einen Dr. nachlege, und das Thema würde mich auch sehr interessieren, aber ich bin scho a bisserl zu alt dafür. Oder - wer weiß? Liebe Grüße!

      Delete
  11. war auch oft bei dir ...aber wenn ich dich so im wasser sehe... habe ich wieder lust auf reisen..biz

    ReplyDelete