Dancing in the dark

Über mangelnde Unterhaltung im Fernsehen kann ich derzeit nicht klagen. Es ist entweder das Spektakel der amerikanischen Rassisten, die sich völlig ungestört im Capitol austoben, oder, für Freunde von Sado-Maso  - man kann täglich zig-mal in den Nachrichten zuschauen, wie lebenden Menschen lang Nadeln in den Arm gestochen werden, bevorzugt in die müde Haut alter Menschen..

Müssen wir uns das unbedingt 50mal am Tag mitansehen? Wir sind doch alle als Kinder geimpft worden und wissen, wie das geht. Vielleicht sollen die vielen anschaulichen Bilder darüber hinwegtäuschen, dass praktisch garnicht geimpft wird? Man kann dazu stehen wie man will, aber wenn man schon das Impfen als Heilsbotschaft ankündigt, dann sollte das auch ordentlich organisiert sein.  Man hat wirklich das Gefühl, eine wirklich epische Inkompetenz mitanzusehen. 

Zum Glück pressiert es mir wirklich nicht mit dem Impfen, ich halte mich lieber von den bösen Menschen fern, die keine Masken tragen wollen und einem beim Spazierengehen ihren Joggeratem ins Gesicht sprühen, und bleibe in der Küche.  

Our principal TV entertainment these days seems to be watching white supremacists invading the Capitol, completely free of the usual police brutality. Or another brutal spectacle, hundreds of times on the news, needles being poked into human arms, preferably vulnerably flabby old arms.

All this on the background of epic government incompetence, who announced the vaccination like the coming of the Messiah, only to be hampered by lack of vaccine, lack of access to the places of vaccination and generally wringing of politicians' hands and threats of further lockdowns.

Me, thank goodness I am not keen to be a guinea pig for the jabs. I will continue avoiding contact with joggers spreading droplets on me and other thoughtless comrades in pandemic.

I am staying in the kitchen, mainly, where I concocted this beautiful cake from a recipe in the Guardian.

Happy teatime! And don't forget to follow it with a bracing walk on some lonely moor, or at least in some unpopulated alleyways.


Gestern zum Beispiel habe ich diesen geradezu bildschönen Orangenkuchen nach einem Rezept aus dem Guardian nachgebaut, hier zu finden.

Der Dreh ist, die Orangenscheiben in der mit Butter reichlich bestrichenen Backform auszulegen und den Teig draufzustreichen. Ansonsten ein normaler Kuchen aus 200g weicher Butter, die mit 200g Rohrohrzucker (oder halt Zucker) verrührt wird, dann kommen langsam 3 Eier dazu. 200g Mehl, ein TL Backpulver und 40g (ich 50g, Mandel und Haselnuss gemischt) geriebene Mandeln dazugeben, zum Schluss den Saft einer Orange und etwas gehacktes Orangeat (im Originalrezept einen EL Orangenmarmalade) reinrühren. Bei 180° backen, Steckerlprobe usw.

Abkühlen lassen und dann auf die oben draufgelegt Kuchenplatte kippen. Teatime!

Anschließend ein eiskalter Spaziergang zum Steinsee *** Followed by a freezing walk to the lake


Ein Mitbringsel *** one for the road


Habe ich erwähnt, dass wir beiden manchmal tanzen? Nach dem Motto  Je oller je doller? Wir bleiben schon in unserer Komfortzone, manchmal abends verlassen wir das Sofa (das sich zunehmend in eine Falle verwandelt) und tanzen ein paar Runden zur Playlist des Engländers.

Heute abend gibts Reggae, Erinnerungen an parties in London, bei denen ich noch selber die Platten auflegte, die ich beim Spezialisten in Nordlondon gekauft hatte. Yellowman, "Zungguzunggu...", sucht es euch bei YouTube, wunderbar zum dahingrooven, ideal für Bekiffte und für ältere Menschen die keine heftigen Bewegungen machen wollen. Probiert es aus!

***

Have I mentioned that the two of us dance? We fight for the right to party! Always remaining within our comfort zone, the music tonight is Yellowman, "Zungguzunggu...". Reggae is gorgeous and perfect for oldies or people who have had a few spliffs, all you do is sway and throw your arms about.Got to try it!

Happy memories of our Tremlett parties and of the Wrong Horse, when it was I who played the records I had bought in Body Music in Tottenham.

Comments

  1. Die Impfszenen mit den Nahaufnahmen des Stechens gehen mir auch sowas gegen den Strich. Wie auch die immer gleichen Symbolbilder, die verwendet werden.
    Wie gut dass es Gegenmittel gibt wie Kochen, Backen, Tanzen, Abseitsspazieren...
    Lieben Gruss,
    Brigitte

    P.S. Der Orangenkuchen sieht bombastisch gut aus.

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  2. Bei dem Titel von Springsteen habe ich direkt Amy MacDonalds Version (die mit Orchester) im Kopf, die ist auch schön langsam, fast schon melancholisch. Und dann noch die aus dem Film "Maggies Plan", etwas roh, aber auch schön tanzbar …
    Dance on
    Petra

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  3. Danke für die Erinnerung, genau, tanzen! Gerade mit Cindy Lauper in die Tat umgesetzt. Girls wanna have fun! And so do I.

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  4. ja genau, (Bauch-) Tanzen und Kuchenbacken heitern mich und meinen Frust derzeit auch am ehesten auf...

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