Thursday, 10 June 2010

Born again scones

Ich muss verrückt sein. Am bisher heißesten Tag dieses Jahres werfe ich in der Küche den Ofen an und mache bread-and-butter pudding. Zu Mittag hatte ich mir noch eine feine, gesunde und angemessene Spargel-Grießnockerlsuppe gezaubert (inzwischen kann ich die Nockerl auch mit normalem Grieß):
Ein Ei, 70g weiche Butter, geriebene Muskatnuss, Salz verschlagen, dann langsam 120g Grieß reinrühren (Im Kochbuch steht 140g Grieß, aber da werden sie zu hart). Nockerl formen, 20 Minuten in der Spargelbrühe kochen und dann ein Viertelstündchen stehen lassen.
Und warum die heiße Nachspeis? Weil ich für meinen Foodblogger-Artikel recherchiere und plötzlich auf dieses Rezept stieß, das mir die ideale Lösung für meine altbackenen Scones bot! Arbeiten macht halt dick.
Rezept für B&BP:
In England wird normalerweise das watteartige Weißbrot verwendet, ich schnitt acht Scones in Scheiben, bestrich sie oben und unten mit Butter und legte damit eine gebutterte Form aus. Darauf streute ich Sultaninen und Cranberries (oder was sonst so da ist, geht auch mit getrockneten Früchten, kleingeschnitten), das Ganze in zwei Lagen. Dann wird eine schaumig geschlagene Mischung aus 3-4 Eiern, einem Becher Sahne und Milch drübergegossen, bis alles bedeckt ist. Ein bisschen stehen lassen, dass sich das Brot ordentlich vollsaugt, dann mit Butter bestrichene Alufolie drauflegen und bei 175° eine halbe Stunde backen, Folie weg und nochmal 10 Minuten. Witzigerweise sehe ich dass ich etwa genau vor einem Jahr schon diesen Pudding gemacht und verblogt habe. Naja. Es schmeckt göttlich. Wie flaumiges Manna. Als Kind konnte ich übrigens Rosinen und das ganze Weinbeerlnzeug nicht ausstehen, warum nur? I must be a bit mad, making a bread-and-butter pudding on the hottest day of this year. Why do I do it? because I read about it in a blog during the research for my food blogger article. I started well with just eating an asparagus soup with my beloved semolina dumplings, but then all went downhill into making this whopper of a pudding. Work is fattening. Amusingly, I just saw that I made this very pudding about a year ago and blogged it.I did add cranberries and cream to the mix this time..ah well...Tastes divine. Like fluffy manna from heaven. Anyone else out there who used to hate raisins&co and now loves them?

9 comments:

  1. Das kann ich toppen. Wenn ich umziehe (und das tat ich früher oft) dann immer am heißesten Tag des jeweiligen Jahres. Jetzt darf ich nur noch von Oktober - März umziehen... sonst streiken die UmzugshelerInnen...:)

    Grüße aus dem klebrigen Bremen
    Oona

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  2. Dear Ilse, I will try out your bread-and-butter pudding, no matter how hot the weather gets. Will do it on Saturday. What do you suggest I use instead of scones? Sandwich-Toastbrot? Brioche?

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  3. Oona - mein Umzug aus London fand auch im August statt, da hat's aber geregnet.
    Deana - I would use Brioche, makes it more delicious, Cholla bread if you can find it, or Hefezopf.

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  4. Das scheint köstlich. Aber da wäre ich abgeschmiert, bei der Hitze und überhaupt. Sind das noch scones vom Englandbesuch?
    Die einzige Quelle in München ist wohl der Laden in den Fünf Höfen?

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  5. barbara - die einzige Quelle ist selber machen! Ganz einfach, Rezept hier

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  6. Die wiedergeborenen Scones sehen super köstlich aus! Sie waren das Schwitzen bestimmt wert. ;-)

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  7. Lustig, dass du auch Weinbeerln agst, hier heisst "Weinbeerlherndl" sowas wie "Rosinenkipferl".

    LG

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  8. Undd da soll nochmal einer über die engliche Küche schimpfen.
    Du darfst den gern in meiner Küche machen, da sind läppische 23°, das ist doch ein Angebot, doer?

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  9. Den hätte ich jetzt wahnsinnig gern, auch zum Frühstück, mit Vanillesauce. Schade, dass unsere Sommerküche keine Backfunkion hat, denn an den Ofen bringen mich heute keine zehn Pferde.

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