Monday, 27 December 2010

Resterlverwertung

Alle Fotos können durch klicken vergrößert werden!
Am ersten Feiertag hatte ich die glänzende Idee, das übrig gebliebene Lammhaxerl mit einer Zwiebel durch den von ganz oben auf dem Küchenschrank runter gewuchteten Fleischwolf zu drehen (auch ich kann grausam sein, wenn auch nicht so grausam wie die verkommenen Finanzhaie im Tatort gestern abend ) und mit der verbliebenen Sauce aufzukochen. Der Fleischwolf ist eine Wunderwerk der Technik, dazu funktioniert er ganz ohne Strom, nur mit beträchtlicher Muskelkraft! ein Erbstück von meiner Tante Fränzi, der einzigen wirklich passionierte Köchin in meiner Familie (das heißt nicht, dass meine Oma nicht super kochte, aber eben nicht aus Passion, sondern um uns am Leben zu erhalten. Tante Fränzi hatte keine Kinder, nur ihren Mann, den Gustl, und den Dackel, Dixi).  Haschee ist ein Lieblingsgericht aus meiner Kindheit, die einzige Form, in der mir Fleisch schmeckte. Dazu gab's die bekannten Hasselbacks, als Grün etwas Feldsalat. Da langte sogar die hoakle Mutter zu!

On the second day of Christmas my true love gave to me...lamb hash. A leg of lamb is a bit much for two, even hearty, eaters. So, on day two I remembered the meat mincer I inherited from my aunt Fränzi, possibly the only consummate cook in my family. I got it down from the top of the kitchen cupboard and put it together - a fine piece of craftsmanship. With a large onion, I put all the leftover meat (try not to think of it as lamb - bah..bahh...) through and cooked it with the remaining gravy. It was lovingly accompanied by the tried and tested hasselback potatoes, and lamb's lettuce for company.

10 comments:

SusiP said...

Wow, diese Kartoffeln sind ja eine geniale Idee. Die muss ich unbedingt mal ausprobieren.

Gruss
Susanne

Oona said...

Meine Großmutter hatte auch solch einen Fleischwolf und ein Gerät, um Sahne zu schlagen. Aus Plastik mit langen metallenden Greifern.
Dazu die Kaffeemühle... heute geht der Trend auch zurück zu den Ursprüngen.
Der Kaffee wird von Hand gemahlen (am besten fair) und gekocht wird er mit heißem Wasser, welches durch einen Porzellan-Filter von Melitta fließt. So koche ich schon immer Kaffee und mein Besuch freut sich auf den Kaffee. Weil er noch so schmeckt, wie Kaffee schmecken sollte.
Hin und wieder muß es eben Fleisch sein. Ich habe keine Gicht sondern massivem Eisenmangel. Ein gutes Steak dürfte es hin und wieder schon sein. Aber nur BIO. Ist klar. Das argentinsche Steakhouse fällt damit flach.
Grüße
Oona

Suse said...

In Anbetracht des nahenden nächsten großen Ereignisses, an dem es erwartungsgemäß ebenfalls viel zu Essen ist, ist eine Resteverwertung zum jetzigen Zeitpunkt merh als sinnvoll :o)

barbara said...

du hast das arme lamm durch den bösen wolf gedreht - schauder.
haschee habe ich seit der kindheit nicht mehr gegessen - gute idee.
und die kartoffeln wollte ich seinerzeit schon mal nachgekocht haben.

Smilla said...

Oh das werde ich auch einmal versuchen..... Gekocht und gehackt ist neu für mich!!! Kannst du dir vorstellen wie ich mich jeweils fühle, wenn wir unsere Schafe zerteilen? Die Lâmmer lasse ich jeweils abpacken... aber zu den Schafen und in diesem Winter auch dem Fritz hatte ich ein längere Beziehung!!! Da hilft nur schöne Begleitmusik.....
Wollte mich gestern mit dem Tatort fisch für den folgenden Walander halten.... habe es jedoch nicht geschafft!!!
Wünsche dir einen erholsamen Tag!!
bbbbb

Gerlinde said...

So einen alten Fleischwolf, allerdings einen von Standardwerk Austria, habe ich auch geerbt. Von meiner Tante Nanni, einer passionierten Köchin. Benutzt habe ich ihn zum letzten Mal am 23. Dezember, als ich für meinen Bruder eine Kalbfleischterrine gemacht habe. Und geschunden habe ich mich beim Durchdrehen des Fleisches genau so wie du. Ich muss mal schaun, ob man das Messer nachschleifen lassen kann....

365 Tage said...

oona - Leben zu kurz für Handmühle, aber ich komme gerne mal bei dir vorbei...
barbara - danke für das grafische Wortspiel :-(
Smilla - schade, der Wallander war grandios!

Oona said...

Hahahaha.... stimmt. Aber ich koche auch nur so 6 -7 x im Jahr Kaffee. Dann kommt es wieder hin. Viele meiner FreundInnen sind Teetrinker.

Schnick Schnack Schnuck said...

Ha, ein echter grauer Wolf. So ein ähnliches Gerät haben wir auch noch in Omas Gartenhäuschen gefunden, allerdings in knallend Orange.

Constanze said...

So einen Fleischwolf hab ich vor vielen Jahren auf dem Flohmarkt gekauft. Gleichzeitig auch noch eine Mohnmühle. Beides geht fantastisch, Mohn malen ist allerdings eine langwierige Angelegenheit.
Haschee war das erste Gericht, das ich als Kind mal gekocht habe.