Sunday, 7 July 2013

Erbsenzählerei

 Es gibt endlich frische Erbsen hier bei uns im Supermarkt! Die kleinen zierlichen ganz vorne sind übrigens meine selbst gezüchteten; noch keine atemberaubende Ausbeute, aber so süß!
Da musste ich natürlich ein Risotto machen. Zur Zeit bin ich ganz wild auf Reis, esse ihn in Grafings tollem Asia-Imbiss, als Reispudding (nicht sehr fotogen, aber lecker), und eben als Risotto. Natürlich macht ihr Risotto alle im Schlaf, aber ich möchte trotzdem dieses Risottorezept für Anfänger aufschreiben (die ich ja selbst noch vor wenigen Jahren war).
1. Auf der Terrasse im Abendlicht mit einem Glas Wein die Erbsen pulen. Was für ein wunderbares Design,  
    mit dem kleinen Reißverschluss!
2. Zwiebel klein würfeln, in Olivenöl glasig braten, den Reis (ruhig viel) dazugeben und gut im Öl wenden. 
3. Mit Weißwein (qb!) aufgiessen, eine Prise Safranpulver, oder ein paar in wenig Wasser aufgelöste 
    Safranfäden, reinrühren (muss nicht sein)
4. Gemüsebrühepulver mit heißem Wasser anrühren, langsam in den Reis rühren
5. Gleichzeitig die Erbsen aufsetzen und blanchieren. Die gewürfelten Champignons zum Reis geben, mit   
   genug Brühe köcheln lassen
6. Auf der Terrasse am Wein nippen und in die Gegend schauen
7. Zurück in die Küche, die Erbsen zum Risotto geben und mit dem Erbsenkochwasser das Risotto weiter benetzen. Auf kleinster Flamme stehen
 lassen, bis die Reiskörner fertig gequollen sind, wenn nötig weiter Erbsenwasser oder Brühe dazugeben.  
 Das Risotto soll feucht sein, fast suppig. Ruhig vor dem Essen ein bisschen stehen lassen.
8. Zum Schluss ein Stück Butter durch den Reis ziehen, Parmesan  reinreiben, servieren. 
    Meiner Ansicht nach braucht dieses Risotto (oder ist es der Risotto?) außer Salz keine weiteren Kräuter oder Gewürze.
 The peas have landed in our local supermarket, and a modest little crop - the little pods in the foreground - have even grown in my potted garden! Time to make a risotto!
You are probably all seasoned risotto makers, but I fell like writing another "dummy's guide to making risotto" - having been a risotto dummy until a few years ago.
 1. Start by having a glass of wine or chai on your terrace, balcony or by the kitchen window while shelling the peas. I love the little zippers on the pods, what amazingly user-friendly packaging!  
 2. Dice an onion, fry it in olive oil untill it goes glassy, add the rice - always use too much, for leftovers - and leave it to be coated with oil. 
3. Pour a generous dash of good white wine in, stir, add a bit of saffron powder or a few threads of saffron dissolved in warn water - if you have it handy.
4. If you don't have ready stock, add a large cup of hot water to stock powder or a cube; add the stock bit by bit to the rice, while you blanch the peas in a little saucepan
5. Put the diced button mushrooms in the rice and add enough stock to make it simmer
6. Go back to your glass of wine and ponder your plants
7. Back in the kitchen, add the peas to the risotto and keep pouring the cooking liquid from the peas in the rice on very low heat, until the grains are swollen and softened. The risotto is supposed to be quite moist. Leave it to settle.
8.Before serving and eating it, add a big know of butter to the rice and grate plenty of parmesan over it, mix it all up. For me, this risotto doesn't need any other spices or herbs, only salt. Qb!
Die Nachspeise gab es gestern auf dem Berghof in Agatharied, wo mal wieder gejodelt wurde
 Pudding was served on a mountainside, during our annual yodelling overdrive 
 Wir waren diesmal nicht so recht glücklich mit der Auswahl der Lieder, aber es ist einfach immer schön, da oben auf dem Berg zu sein, umgeben von netten Menschen und feinem Essen!
***
This year's yodelling jamboree was less successful than usual, but it was as great as ever to be up in the mountains with nice people and delicious food!

10 comments:

  1. och, ja, die erbsen! das war immer so eine schulschluss/ ferienbeginnarbeit von uns (damals kindern)!
    zuerst verständigte uns die nachbarin über den zaun, dass die erbsen auf den feldern ihres bruders reif seien. dann flog die ganze familie aus ins marchfeld, wo der nachbarinnenbruder seinen bauernhof und die äcker hatte. so waren schnell ein paar kübel voll. ja, und dann gings zuhause ans erbsenschälen, stundenlang, aber merkwürdigerweise hab ich das recht gern gemacht.
    die erbsen wurden schließlich als wintervorrat eingefroren.
    die "verpackung" fand ich schon damals auch genial...
    übrigens: das erbsenrisotto sieht wieder einmal lecker aus!

    liebe grüße, christa

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  2. Liebe Ilse ich werde nun gleich in die Küche steigen und Dank deines Posts ist die Entscheidung ein Erbslirisotto zu kreieren leicht gefallen...
    bbbbbrigitte

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  3. Erbsen ! Am Liebsten direkt von der Stange roh gegessen .
    Und natürlich fürs Risotto , deines schaut wirklich sehr gut aus !
    Liebe Grüße Ursula

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  4. Freut mich, dass ihr auch solche Erbsenliebhaberinnen seid!
    Christa, deine Geschichte ist toll - solche Kindheitserinnerungen bleiben für immer. Bei mir waren es Kartoffeln und Blaubeeren, Erbsen kannte ich als Kind nur in Dosen mit Leipziger Allerlei!

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  5. Das Risotto sieht lecker aus. Ich koennte so etwas glaube ich jeden TAg essen. Mein Opa hat immer im Wald gejodelt. LG Gudrun

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  6. Ich habe neulich auch meine Erbsen geerntet. Das Ausschälen ist soo beglückend - seltsam, nicht?
    Erbsen aus Dosen mit "am Mehldoagerl" gab es in meiner Kindheit auch oft - isst das heutzutage noch irgendwer?

    Birgit

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  7. Oh ja, die nette Gesellschaft war heuer das Schönste am Jodeln! Liebe Grüße, Pepe

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  8. Wenn eine Jodeln kann, dann hat sie auf jeden Fall etwas Eigenes :D
    Ich muss gestehen, dass ich bewußt noch nie frische Erbsen die wiederrum gekocht wurden gegessen habe.
    Obwohl... früher hatten wir einen Gemüsegarten und da habe ich die Erbsen roh frisch ausgepuhlt gegessen. Meine Mutter wird sie ja wohl gekocht haben...
    Die Natur schafft schon die tollsten Wunderwerke. Lebensmittel mit Reizverschluß. Und so entzückend grün aufgereiht.

    Risotto wurde bei Alfred Biolek in der Kochsendung als besonders aufwendig gewertet und nicht einfach. Rühren und rühren.
    Bei Dir klingt es einfach und sieht köstlich aus.

    Schön fand ich den Ausspruch meines Bewerbungstrainers: "Nehmen Sie eine Absage nicht persönlich. Sie werden immer an Erbseninnenwandpolierer geraten."

    Grüßilie
    Oona

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  9. Oona, glaub mir Risotto ist leicht zu machen - keine Raketenwissenschaft, wie so ein Erbseninnenwandpolierer dich vielleicht glauben machen will.

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  10. so. Endlich, endlich, konnte ich heute den Stadtkindern das Reißverschlussgemüse frisch vorstellen. Sie haben begeistert mitgeholfen. Es folgt der jährliche Versuch, ob Risotto jetzt schmeckt (manches wäre ausserdem so viel leichter).
    in meiner Schulkindheit fingen die Sommerferien übrigens mit Johannisbeerabzippeln an :)
    herzliche Grüße, und wie immer Danke
    joriste

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