Saturday, 24 October 2015

Rote-Rüblikuchen

 Es fällt vielleicht auf, dass dieser hübsche Kuchen nur auf einer Seite mit Frischkäsezuckerguss glasiert ist. 
Das kommt daher, dass ich seit Tagen an einem seltsamen Bauchgrimmen leide (und deshalb schlecht schlafe), und zum ersten Mal in meinem so gesunden Leben den Verdacht habe, dass ich vielleicht zu viele Milchprodukte zu mir nehme. Wo ich doch Käse...und Schlagrahm...und Milchkaffee...so liebe. Aber vielleicht lieben sie mich gerade nicht. Demütig habe ich mich deshalb heute, aber nur für ein paar Tage, probeweise, auf milchfreie Kost umgestellt. Mal schauen wie das läuft.
Das wunderschöne Glas-Ei ist übrigens vom Flohmarkt in Lissabon. 

Und jetzt zum Kuchen, denn ohne...verdammt.. ohne den geht gar nichts.
Es ist ein seltsamer Kuchen, auf den ich über den Umweg vom Karottenkuchen kam.
Ich habe ziemlich viele rote Bete zur Zeit, und dachte mir: was mit Karotten geht, müsste eigentlich mit Beten auch gehen. Ich will's nicht zu spannend machen: es geht, es schmeckt, und der Engländer dachte es sei ein Früchtekuchen (den lieben die Engländer).
 Der Kuchen:
    3 frische Eier, 110g Vollrohrzucker und eine Prise flor de sal mit einem Schneebesen aufschlagen bis alles schön fluffig wird
90g gutes Sonnenblumenöl hineinrühren, dann 250g fein geraspelte Rote Bete und eine Handvoll gehackter Walnüsse zugeben.
     200g Mehl und 30g Stärkemehl vermischt mit ½ TL Backpulver, ½ TL Natron und einem TL Zimt darunterheben. Ich habe auch eine Handvoll meiner Berberitzen reingeworfen.
Ca. 50 Minuten bei 180° backen, aufpassen und mit Backpapier bedecken wenn der Kuchen außen fertig aber innen noch zu weich ist. 
Der Zuckerguss:
200g Frischkäse, 180g weiche Butter und 180g Pudezucker mit einem Holzlöffel verrühren (damit der Käse nicht zu weich und wässrig wird), auf dem Kuchen (in meinem Fall auf dem halben Kuchen) verteilen
Zum Schluss habe ich meine Hälfte ohne Frischkäseüberzug gelassen und für laktoseunempfindliche Mitesser die andere Hälfte überzogen. So bin ich eben.
You may have noticed that the cream cheese icing covers only half the cake. This is why: After several days with an undefined pain in my stomach I remembered an undefined farty pain in the stomach is the definition of lactose intolerance. Lactose-free - moi?
But I humbly decided to give lactose-free a try for a little while and see what happens. 
But I can still have my cake and eat it.
To make a long story short, I have been given a lot of beetroot lately and suddenly had the idea to make a carrot cake, but with beets instead of carrots.
And it is delicious. My English eating partner thought it was a classic fruit cake!
 The Cake:
    Beat 3 free-range eggs with 110g  light brown or muscovado sugar and a pinch of sea salt until fluffy
       Add 90g of vegetable oil, then  250g beets, finely grated, and a handful of chopped walnuts,
     Fold 200g  flour, 30g cornflour, ½ tsp baking powder, ½ tsp bicarbonate of soda, and 1 tsp ground cinnamon into the mix. I also threw in a handful of barberries.
  Bake for about 50 minutes at 180° - keep watching. Cover the top with baking paper if the inside needs longer to cook than the top.
 The icing
Beat together 200g cream cheese, 180g soft butter and 180g icing sugar with a wooden spoon, spread over the cake.

By the way - I found this beautiful  fully organic poor person's Fabergé Egg in the flea market in Lisbon.

7 comments:

  1. Roter Rüblikuchen! Da muss eine erst einmal drauf kommen.
    **
    Vorsichtig bin ich mit Tipp und so. Dennoch:
    Meine Mutter hat meinen Vater früher und gerade wieder morgens etwas Haferbrei gemacht, um seinen Magen und damit dann den Bauch zu beruhigen. Jahrelang habe ich alle möglichen Unverträglichkeiten gehabt. Kuhmilcheiweiß, Furchtzucker, Soja, Nüsse... Heute keine Problem mehr. Wenn mein Geist denn will *lach*
    Irgendwann machte ich mir morgens und abends auch vor den Mahlzeiten diesesn "Haferbrei". Mein Bauch kam einfach nicht zur Ruhe.
    Etwas Wasser, einen Hauch Salz und zwei gehäufte Eßlöffel zarte Haferflocken. Unter rühren aufkochen bis es breiig und fester wird. Achtung. Kaum kocht es, dann fertig! Warm essen. Keine!!! Milch, Obst oder Süßstoff. Das geht gut zu essen, wie ich finde. Ist so ein büschen englisch, oder? :O)
    Es kleidet den Magen aus. Weniger Säure. Übrigens gut bei Diabetes. Wußte schon meine Großmutter mütterlicherseits und heute sind sie am forschen.
    Wo war ich?
    Das als winziger Tipp, falls es die Laktose nicht ist.
    Sehr gut ist übrigens das Buch "Darm mit Charme". Sehr lustig und sehr informativ!!
    Letzte zartgemeinte Rückmeldung: Guter Ziegenkäse ist von Natur aus laktosefrei.
    Na. Da habe ich mich doch mal prima zurückgehalten... *knigger*
    Einen sonnigen Herbsttag mit gutem Rübli-Kuchen und Tee.
    Herzlichst
    Oona

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    1. Omas sind einfach eine Quelle der Weisheit! Hätte nie gedacht dass Hafebrei einfach gut schmeckt - ich hab mir übrigens meinen Haferbrei doch mit einem geriebenen Apfel verfeinert - ich hab ja keine Magenprobleme!

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  2. Liebe Ilse! der Herbst schwingt mit den Organenergien Dichdarm und Lunge. Zeolith reinigt und regeneriert den Dickdarm wunderbar. Einer Klientel, der ich ihn empfohlen habe ist ihre Laktoseunverträ glichkeit damit völlig abhanden gekommen. somit wäre Schlagobers und ko für dich gerettet. LG Eva

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  3. Das sieht gut aus, liebe Ilse!
    Das mit der Laktosegeschichte...da kann ich mitreden. Obwohl ich ab und zu schon mal eine Enzymtablette dafür nehme - denn ganz verzichte ich nicht auf den Genuss der köstlichen Sachen.
    HG
    Birgit

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  4. Liebe Eva und Birgit, ich bin mir ja immer noch nicht sicher ob es die Milch ist oder doch leider was für die Gynäkologin. Werde es hoffentlich heute herausfinden. Ich freue mich aber über euer Schlagrahm-Verständnis!

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  5. Das klingt interessant. Es gibt aber leider rote Bete Hasser in unserem Haushalt.

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    1. Mein Rat: backe diesen Kuchen und tu ein paar mehr Walnüsse rein (oder Mandeln) und erwähne den Begriff "Rote Bete" einfach garnicht. Die merken das nicht.

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