Immer wieder London
Terminally English: "Tea and biscuits are the one meal English have given the world" (Tee und Kekse sind das einzige was England der Welt an Essbarem gegeben hat), dieses Zitat fand ich in einem interessanten Buch über Kekse.
Darauf der Engländer: was ist mit Fish and Chips? Na ja.
Kekse sind einfach immer dabei, kaum eine Tasse Tee ohne süße Beilage. Die Supermärkte bieten sie in langen Reihen an, Tea and biscuits sind die Antwort auf jedes Problem. Als unser Haus in London abbrannte und wir auf der Straße herumstanden, waren im Nu die Nachbarn da mit einem Tablett mit Teebechern. Mit viel Zucker. Und Keksen.
Und die gesündesten sind die Digestive Biscuits - dem Namen nach helfen sie der Verdauung. Yep - wir waren mal wieder in England. Eine Reise, unerwartet problemlos und ohne Stress.. Schaut euch diesen Münchner Flughafen an, niemand da! Automatische Gates! Pro Reisender so ungefähr eine Hilfskraft beim Gepäckdurchsuchen. Flieger pünktlich. In Heathrow mit dem digitalen Pass sofort durch das E-Gate!
Die Freundin wartet schon mit dem Bubbly. Zu meiner Zeit war Cava der bevorzugte Schaumwein, dann kam Prosecco dran, jetzt seit einigen Jahren geht nur noch Crémant!
Das nächste Ritual ist das indische Take-away von Tiffin Tin. Immer gleich köstlich.
Unsere Küche im zweiten Stock.
Ein Stockwerk drunter die Kücher der Freundin
Der Blick vom Balkon: alle Londoner Gärten kriegen Besuch von Füchsen, dieser ist besonders frech und versucht, in den Hühnerstall der Nachbarin einzudringen
Der Blick nach unten von der Feuerleiter, alles wunderbar geplant von unserem Freund, dem Architekten Keith Reay.
Zwischendurch fuhr ich mit dem Zug nach Glasgow, zum geplanten Besuch bei Steves Grab. Ich fuhr alleine, und ich habe es genossen, drei Tage alles zu planen, zu unternehmen und mich zurechtzufinden.
Die Bahnfahrt durch Midlands, Lake District, Cumbria und Schottland war wunderschön. Es war ja nicht ganz neu für mich, als Steve noch lebte, waren wir öfter in Inverclyde, der Region südwestlich von Glasgow, und seiner Heimatstadt Largs.
Der Bahnhof von Glasgow ist so toll, ich habe Stunden da verbracht und mich keine Sekunde gelangweilt. Es gibt überall bequeme Sitzgelegenheiten, Cafés, Läden...wenn ich da an den hässlichen Ostbahnhof denke graust mir vor dem nächsten Münchenbesuch.
Kaum in Largs angekommen, ging ich zuerst ins Café Nardini. Sreve und ich haben glückliche Zeiten dort verbracht - er war unglaublich stolz, dass es mir gefiel, es war damals in den 80er-Jahren für mich ein Ort der Zivilisation. Es gab guten Kaffee; das war damals im ganzen Königreich eine Seltenheit, außer an Orten wo sich viele italienische Einwandere niedergelassen hatten.
Und sie hatten sogar Ritter Sport Schokolade!
Diese Italiener verstehen sogar was von richtig englischen Fish&Chips.
Natürlich befeuchtet mit Essig, und dazu "a pot of tea".
Der Besuch im Friedhof fiel sozusagen ins Wasser. Schottland ist wohl die letzte Zuflucht vor dem Klimawandel, es war etwa 10°C kühler als in London.
Es schüttete so sehr, dass ich innerhalb von Minuten durchnässt die Suche aufgab. Der Grabbesuch wird auf nächstes Mal verschoben. "Must come back some time in the summer", scherzte jemand.
Für die Heimfahrt versorgte ich mich mit den klassischen Sandwiches und...biscuits.
Wieder in London folgten weitere heiße Tage mit eher zurückhaltenden Aktivitäten, wie ein Besuch beim Gingkobaum im Park...und reichlich englischem Fernsehen...
Verschiedene Tearoom- und Pubbesuche, aber ohne klassischer Tourismus. Zu heiß um in die Tube zu steigen und irgendwo spazierenzugehen.
Im Flughafen Heathrow - wieder eine völlig problemlose Heimreise, trotz Hitze alles gut gekühlt - fiel uns noch auf, dass die Reinigungskräfte jetzt Jacken tragen, die sie als
"Hygiene professional" ausweisen. Ob das den Job leichter macht? Jedenfalls gibt ein Titel Würde.














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