Daheimbleiben

In diesen Wochen der Selbstfindung habe ich mir ein paar nützliche Gewohnheiten zugelegt.
Jeden Tag der Kampf gegen das Verschlampen! Raus aus dem Morgenmantel! Anziehen, Ohrringe, Lippenstift, Hände eincremen!
Möglichst viel trinken, morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit Zitronensaft.
 Seit ich letzte Woche ein Kratzen im Hals spürte, gurgle ich täglich mit lauwarmem Salzwasser und jetzt kratzt nichts mehr.
Abends kann auch mal ein Glas Wein oder ein Cocktail dazukommen: Unser Hausdrink ist Lillet mit Prosecco. Sehr gut auch mit einem Schuss Cointreau, aber der ist jetzt aus, und der ist wohl kaum ein Grundnahrungsmittel.
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 In these days of splendid isolation, I have developed some good habits:
As tempting as it is to lounge all day in that cosy dressing gown, but I get dressed. 
Earrings. Lipstick. Handcream.Well, mostly.
I remind myself to drink water, starting with a glass of lukewarm water with lemon juice in the morning. To fend off any throat infections, I gargle daily with salt water.
Of an evening, we might treat ourselves to a glass of wine, or our current house cocktail, Lillet with Prosecco. Nice with a dash of Cointreau, too, if there is any in the house...
Hamstern muss ich nicht, es scheint tatsächlich alles zu geben, von Hefe bis Mehl bis, ja, auch Klopapier. Das einzige was ich hemmungslos bunkere ist Käse. Zum Beispiel diesen "crunchy"(?) cheddar..
Eine Runde Applaus für die Menschen, die die Regale der Supermärkte täglich füllen und die sich an den Kassen der Rücksichtslosigkeit der vielen "Unverwundbaren" aussetzen müssen.
Natürlich wasche ich mir nach jedem Kontakt mit der Welt außerhalb meiner Wohnung - beginnt schon am Treppengeländer - die Hände.
Jeden Tag mache ich an der offenen Balkontüre die Atemübungen, die ihr täglich bei Luisa auf Salamandra finden könnt. Atemübungen schützen und kräftigen die Lunge! Schon vergessen?
Und jeden Tag mindestens einmal raus an die Sonne, an die derzeit besonders frische Luft.
Allerdings sind die Waldwege an schönen Tagen so voller Jogger, Radler, Kinderwagenschieber, die anscheinend aus einem Paralleluniversum kommen wo man sich sorglos aneinander vorbeidrängeln kann, dass man ständig beiseite springen muss. Leute!!!
Our quarantine is actually incredibly privileged. We don't need to stockpile, because there is no shortage of anything here - we can buy bread and flour, yeast, toilet paper.We have to be very grateful to the people who keep us supplied with food, fill the shelves and sit at the cash tills, dealing with the
lack of consideration of some people who think they are exempt from infection.
Naturally, I wash my hands every time I've been out there, even just in the hallway.
Every day I go on the balcony to do breathing exercises, you can always find them on my sister's blog, Salamandra. They protect and strengthen your lungs - don't forget.
And we go for walks, to get sunshine and fresh air. The woods can be a challenge, dodging the  joggers, cyclists and young parents who seem to live in a parallel universe.
 
Jetzt ist Zeit zu kochen - heute Fleischbällchen in Tomatensoße, dazu Hasselbackkartoffeln.  
Und Salat. 
Und Zeit, die Nudelmaschine herauszuholen. Manti, Ravioli, Garganelli, Pici -auf geht's! Wenn nicht jetzt, wann?
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Lots of time to cook. Eat well and healthily: Today we have meatballs in tomato sauce with hasselback potatoes
And salad.
Also - time to dust off the pasta machine and get your pasta skills up!
Manti, Ravioli, Garganelli, Pici - if not now, when?!
Zum Schluss noch ein Foto von Tony Swash aus London. Trafalgar Square - so leer wie nach der Landung der Außerirdischen
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Another of Tony Swash's picture from Trafalgar Square: lockdown London, the day the earth stood still

Comments

  1. Ja! Kochen! Wann, wenn nicht jetzt!
    Liebe Grüße!

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  2. Danke für die vielen Eindrücke und Tipps, liebe Ilse. (Das Gurgeln mache ich nach.)
    Bei uns hat es gestern geschneit, das hilft beim Zuhausebleiben. :--)
    Lieben Durchhaltegruss,
    Brigitte

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  3. "Wochen der Selbstfindung" gefällt mir gut, das beschreibt die letzten Wochen wirklich gut!
    Liebe Grüße, Julia

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  4. vielleicht sind die außerirdischen bereits unter uns. mit all den masken schwer zu erkennen.
    und ich bin auch dabei meine alkoholvorräte aufzubrauchen. bleib gesund!
    liebe grüße
    ingrid

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  5. Hi hi, der "Kampf gegen das Verschlampen", da musste ich schmunzeln. Da wir hier ja immer zwischen Haus und anderen Gebäuden hin und her gehen müssen und es noch winterlich frisch ist, besteht für uns die Morgenmantelgefahr nicht so sehr, hier ist es eher die Unordnung im Haus, die zunimmt, weil wir keine Gäste haben und ich mehr Zeit am Laptop verbringe. Unsere Isolation hier ist ebenfalls sehr privilegiert. In Moskau dürfen Hunde nur 100 Meter vom Haus ausgeführt werden! Mag ich mir gar nicht vorstellen.
    You are certainly isolating in style! :-)

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    1. Und nur 100 Meter vor dem Haus? Hammer. Das würde dem Bruno aber gar nicht reichen. Der hat ja sonst gefühlt "Landerein" zum herumlaufen. Und die Strände... Strände. EInes Tages wieder. LG an Dich, Lovelydays

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  6. Klasse Hausschuhe und Strümpfe, da wird mir ganz warm um's Herz.
    Liebe Grüße und schön weiteratmen
    Petra

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  7. Ihr Lieben alle - ich freue mich sehr, dass ihr mitlest. Irgendwie habe ich gerade besondere Freude am bloggen, und an eurem Feedback, so lustig, informativ, verbindend. Bleibts gsund!

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  8. Mit diesen entzückenden Hauspatschen und den Ringelsöckchen kannst du ja gar nicht verschlampen! Ich trage Lippenstift zum Walken auf. Weil unter den Masken wird er demnächst nicht mehr sichtbar sein. Das wird ein Spaß, mit den beschlagenen Brillengläsern. Einkaufen im Blindflug.

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    1. Stimmt! Mit Maske kann man dann getrost verschlampen. Kennt uns ja niemand mehr..

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