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Neues bei 356

Was mich freut

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Zu allererst danke ich euch allen sehr für eure Kommentare und Wünsche. Es tut gut, nach so einem Schrecken viele Streicheleinheiten zu bekommen - ich bin gerührt und geschüttelt! Hat wirklich viel geholfen!  Ich fange langsam an, mich in meinem Gestell wieder zuhause zu fühlen.  Dass es in diesem besonders schiachen Winter passiert ist hat mich lang an die Wohnung gefesselt - bloß nicht nochmal ausrutschen und hinfallen… Und kein Auto zu haben, hat meinen Radius eingeschränkt. Trotzdem: super privilegiert im vergleich zum Rest dieser völlig aus dem Gleichgewicht geratenen Welt, wo sich die Erwärmung der Ozeane in hemmungslosem Regen niederschlägt.  Und zwar überall, von Aberdeen über Cork und Cortona bis auf die durchnässte iberische Halbinsel. *** I have been pretty slack with translating the blog now that AI allows instant translation. If there are any English language friends out there who feel hard done by - let me know and I promise I will make the effort again!...

Verpasster Winterzauber

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Ich hab schon wesentlich angenehmere, aktivere Winter erlebt. Dieser herrlich frostige, schneeweiße, rutschige Januar geht heuer an mir vorbei. Mein geprellter Körper mag keine Rutscherei riskieren, also tapse ich jeden Tag einmal um das Viertel und verbringe den Rest der Tage in der Küche (siehe unten), abends früh im Bett und auf dem Sofa. Der Schmerz lässt immer mehr nach, ich kann schon auf dem Rücken liegen und schlafe fast normal, aber unnormal viel. Erinnert mich an die Zeit des lockdown… Zum Glück gibt es viele Bücher zu lesen: ich lese gleichzeitig den neuen Thursday Murder Club, das faszinierende "Playground" von Richard Powers und ein japanisches Büchlein über Food Detectives. Zu glotzen gibt's auch unanständig viel. Wir haben jetzt "White Lotus" auf Pr**me entdeckt, eine Serie die in englischen Medien in den Himmel gelobt wird und trotz fast nur unsympathischer Figuren süchtig macht. Mit Staffel 1 versöhnte mich der Junge, Quinn, der zum Schluss (Vor...

Fortuna

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Nachdem ich 55 Jahre unfallfrei und bedacht Auto gefahren bin, hat’s genau an meinem Geburtstag gekracht.  Eine verhasste Kreuzung hinter Aying, die alle in unserer Familie schon-zigmal überquert haben, als Luisa in Ambach wohnte.  Wieso da immer noch kein Kreisverkehr oder eine Ampel eingerichtet ist?  Wahrscheinlich damit der Autoindustrie die Kunden nicht ausgehen.     Das letzte Foto von meinem treuen Golf, den ich an dem Tag nachdem unsere Mutter gestorben  war, vor zehn Jahren, gekauft habe.  Wären wir doch eingeschneit geblieben. Es ist , wie man so schön sagt, den Umständen entsprechend gut ausgegangen. Niemand außer mir war beschädigt, der Engländer saß zum Glück auf der Seite, auf der "nur" ein Fenster zu Bruch ging.  Ich mit gebrochener Rippe und geprelltem Brustbein erst mal zum Beobachten ins Krankenhaus.   Wie man bei gefrorenem Toastbrot und Deli Reform gesund werden soll, ist mir unklar. Nächstes Mal nehme ich das Wa...

Überm Tellerrand - nur Brand

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Ja, mein Tellerrand, da war es so gemütlich wie immer in 2025. Ein Glück für uns. Denn ...    Genau so ist es. Viel Kuchen, ein wenig Wein, viel Sonne - aber nicht zu heiß. Schneeflocken, a bisserl eingeschneit... Auch das war unser festliches Weihnachten - geplatzte Weißwürste am Heiligabend und den besten Kartoffelsalat, findet Luisa, vom Rewe: “Den macht unser Hassan”..   Apfelkuchen  gebacken!   Leberkäs und vieles andere gegessen mit lange vermissten Freundinnen.  Gloria gesungen haben wir auch. Mit unseren Jodelgenossinnen. Sogar in der Kirche.  Stadt, Land, Fluss  -  alles ein Genuss       Ich wünsche euch für das Neue Jahr, was wir uns alle wünschen: Ein Ende aller Kriege, sang- und klangloses Verschwinden von Kapitalismus und Patriarchat (ja, da habt auch ihr was davon, ihr Männer!). Und überhaupt allen Menschen ein Wohlgefallen.  

Verweihnachtlicht

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Oh ja - es gab mal wieder Schweinsbraten. Mit Knödl.  ***  I had roast pork again - just this once. With a potato dumpling.   Bei mir nämlich eher vorweihnachtliche Schweinerei als In Dulce Jubilo. Je älter ich werde, desto weniger bedeutet mir Weihnachten. Wenn kein Glöckerl mehr läutet, das zum Eintritt ins Christbaumzimmer berechtigt, wo die Geschenke unter dem Baum liegen - was soll's? Das einzige Weihnachten, das mich noch begeistert, ist eine Runde fröhlicher Esser und Trinker, und das findet sich im FreunInnenkreis rund um den so drohend Heiligen Abend (heuer mit Kartoffelsalat und Weißwürst). Zum Glück gibt es auch keine Enkelkinder, die mir Badesalz ( oder 4711, hihihi ) schenken müssen.   Ein paar Plätzerl werden natürlich gebacken, und Mince Pies. Aber ich backe auch sehr gerne Kuchen. Es gab einen Quittenkuchen auf einer Veranstaltung in Niederbayern, der mir sehr gut gefiel, aber ich konnte das Rezept nicht auftreiben. Also improvisierte ich  und h...

Exklusiv! Menü zum 1.Dezember!

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Meine Küche, so winzig klein wie sich in den 60er-Jahren die Architekten das als praktisch vorgestellt hatten, ist eigentlich eine Landhausküche, nur in klein. Klein ist sie, weil die Architekten, damals wohl alles Männer, dachten sie täten der Hausfrau  einen Gefallen, wenn sie die Arbeitswege verkürzen. Da sie selber aber nicht kochen, haben sie vergessen, dass man in einer Küche viele Flächen braucht, um Sachen abzustellen. Und dass es vielleicht gemütlich ist, wenn ein großer Tisch drin steht, an den man sich zu mehreren niederlassen und die Kreationen probieren kann.  Wenn ich darin meine Kreationen herzaubere, freue ich mich an meinen auf Flohmärkten zusammengekauften Geräten, meinen vielen bunten Tassen, den arabischen Teegläsern auf dem Regal, den gesammelten Tellern, an meinen "favourite things".  Es dürfen nur nicht mehr als - eine Person darin wurschteln. Ich stelle mir vor wie ich mit den auf der großen Marmorplatte klein geschnittenen Zwiebeln zum Herd ...