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Küchenfreuden

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Es ist kaum zu glauben, aber wir verbrachten dieses Osterfest ohne Goldhasen! Glatt vergessen, und am Samstag Nachmittag alle ausverkauft! Wahrscheinlich hatten die Supermärkte es satt, am Dienstag alles auf 50% ermäßigt zu verkaufen - oder es war das Klopapiersyndrom... So sind bei uns wenigstens keine Hasen zu Schaden gekommen... *** Almost unbelievable, this was my first Easter without the golden chocolate bunny! By the time I remembered to get some, they were SOLD OUT! They must have gone the way of the first wave toilet paper hoarding. At least, no chocolate bunny was hurt in our household.     Am Tag nach Ostern werden die restlichen Ostereier sehr stylish verarbeitet. Selbstgemachte Mayonaise wird mit dem Eidotter vermengt und in die schneeweißen Eiweißhälften gespritzt, oder gelöffelt. 60er-Jahre Cocktailfood... Mayo machen wird immer einfacher. Jetzt hau ich ein Ei in einen hohen Behälter, etwas Salz, und einen guten Schuss Sonnenblumenöl. Das schlage ich mit dem Zauberstab so

Da bin ich wieder, jauchzet und frohlocket.

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  Ich hatte einfach keine Lust und keine Zeit zu schreiben. Zuerst war viel los: Luisa ist da und. wir unternehmen alles Mögliche, wir fahren in die Berge, pflücken Bärlauch, jodeln mit Evi in unserer neuen Gruppe "Zwei Haushalte und eine Person". Wir fahren in einer ähnlichen Konstellation nach Niederbayern, der Rest der Yogagruppe muss leider draußen bleiben. Seit Monaten hatten wir uns darauf gefreut. Zu dritt, schon auch nett. Aber wann sehen wir alle unsere Freundinnen wieder? Luxusprobleme.  Trotzdem schön, die Natur, endlich Frühling. Endlich das neue Laptop, aber ich weiß noch nicht wo ich die Fotos herkriege. Auf dem Tablet kann ich nicht schreiben, aber Fotos einsetzen. Auf dem neuen Laptop lässt Google mich keine Fotos aufladen. Herrschaftzeiten. Luxusprobleme.  In der ganzen Welt ist die Hölle los, und ich finde meine Fotos nicht. Luisa hat irgendwie geschafft, wieder in Portugal anzukommen, wo es auch so schön ist. Ich freue mich auf den Tag, wo ich wieder reisen

Ein Kraut gewachsen

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  Schneeglöckchen und Wirsingblätter, beide so schön     snowdrops and savoy cabbage leaves, both beautiful Ich mache Krautwickel . Auf Instagram finde ich zahlreiche Rezepte und sehe, dass diese Wickel in Osteuropa als Sarma bekannt sind. Zufällig sind sie vegan. Normalerweise fülle ich sie mit Hackfleisch , aber dieses Mal mit einer Mischung von vorgekochtem Bulgur, kleingeschnittenen getrockneten Tomaten, Berberitzen - gewürzt mit Granatapfelsirup, Pul Biber (oder Chiliflocken), Ras-el-hanout (oder Muskatnuss und Zimt). *** I made these cabbage rolls which I find are known as Sarma all over eastern Europe.  I often filled them with beef and pork mince, but this time I wanted to do the "accidentally vegan" version. I mixed steamed bulgur with chopped sundried tomatoes and barberries, seasoned with pomegranate molasses, pul biber (chili flakes), ras-el-hanout (cinnamon and nutmeg are a good substitute). Im Ofen überbacken, ich bedeckte sie mit in Olivenöl gebratenen Semme

Pfannkuchen: gebacken, gerollt und gefaltet

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   Auch heute beginnen wir wieder miteinem Cartoon aus dem New Yorker So schaut es öfter mal bei mir in der Küche aus. *** This could be in my kitchen, when I am multitasking too much Wir leben immer noch in Zeiten des ausschließlich daheim Kochens. Es gibt zwar überall Essen, neudeutsch „to go“, aber es ist ja kein Vergnügen, auf einer Parkbank im Schneesturm zu essen. Und ich möchte auch nicht, dass sich wegen mir ein Deliveroo-Radler das Genick bricht. Man sehnt sich doch einfach danach, wieder mal gemütlich in einem Restaurant zu essen. Oder wenigstens im Schanigarten?     Home cooking is still the main  source of food, although there are quite a few take-away options. I don't like food delivery - the guys are risking their lives every day. And it’s still winter and no fun eating outdoors in a howling gale. Aren't we all longing to sit down inside a restaurant again? Or at least in a beer garden...     Dieser Pfannkuchen ist nicht nur ein Pfannkuchen. Er ist ein Wrap, und

Die Hefe macht, was sie will

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From The New Yorker Das Gefühl kenne ich.. *** I know the feeling Deshalb backe ich ja so gerne, falls es dann doch Hunger ist. Ich hatte im Kühlschrank von der letzten Lockdown-Hamsterphase (erinnert euch, es gab Monate ohne Hefe in den Läden!) zwei Würfel Hefe eingefroren. Jetzt fielen sie mir wieder ein und ich nahm einen raus. Innerhalb von Stunden war er nicht nur aufgetaut, sondern fing an, ganz eigenständig zu "gehen". Handtellergroß war der Würfel geworden, als ich wieder hinschaute. In meiner Panik füllte ich schnell eine Schüssel mit Mehl und machte eine Kuhle für Milch, in der ich einen ungefähr Suppenlöffel von der Turbohefe auflöste. Dann knetete ich den Teig, er war baatzig und ich musste mit der Spatel Ordnung schaffen. Über Nacht ging er schön auf, und in der Früh schaffte ich es, ihn so weit zu bändigen dass zwei Stränge draus wurden. Ich buk ihn, er kam raus und protzte mit seiner Schönheit. Aber - das Ding roch nur nach Hefe. Essbar, ja, so lange er frisch

Fattening the curve, oder: wir versüßen uns die restliche Pandemie

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Gestern, am internationalen Frauentag, trafen wir uns zum ersten Mal wieder mit Evi. Keine Sorge, nix Illegales, ein Haushalt plus one, oder wie Luisa meinte: früher hieß das drei Freundinnen. Wir konnten endlich wieder dreistimmig jodeln - im Freien, mit Blick aufs Brucker Moos. Und natürlich mit Abstand -  was für eine Freude für uns und für vorübergehende SpaziergängerInnen, die beklagten, dass das Singen schon fast zu einer verblichenen Erinnerung geworden ist. Niemand hat die Polizei gerufen um uns "ausheben" zu lassen. Es war herrlich.  *** Yesterday my sister and I celebrated International Women's Day by meeting up with our friend (that's what it used to be called before the pandemic. Now we call it one household plus one) to sing together for the first time in almost a year. Outdoors, of course, and suitable socially distanced. Passing promenaders remarked on the amazingness of hearing people sing again. No police was called. It was delightful.   Zum anschließ

Popover, to go

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Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und kann nicht mehr einschlafen. Eigentlich ist es ja egal, weil keine Termine und kein Wecker auf mich warten. Aber nachts eine Stunde wachliegen kann unangenehm werden, wenn die Geister der Vergangenheit oder der Zukunft mich heimsuchen. Deshalb habe ich jetzt eine Methode entwickelt, die besser als Atemübung und Schäfchenzählen funktioniert.  Das Alfabet. Ich finde entweder Namen (einfach), Städte, Länder, oder schwieriger, Nahrungsmittel.  Gestern nacht lag ich ewig wach, weil mir zu V einfach nichts Essbares einfiel. Verona fiel mir ein, und Vladivostock. Vivian und Vera. Hätte ich den Engländer geweckt, er hätte "veal" vorgeschlagen. Sagt er. Plötzlich fiel mir aber dann vitello tonnato ein und ich konnte endlich einschlafen.  In der Früh kam dann als Geistesblitz noch Vanille dazu.  Sogar zu X fiel mir was ein. Könnt ihr es erraten? Vielleicht könnte ich mit solchen Einschlafhilfen eine Menge Geld verdienen? Ach, und Y ist nat

Wildern in fremden Küchen

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Diese farbenprächtige Pfanne heißt Keema und kommt aus Indien. Es begegnete mir, wie so oft, in einem interessanten Artikel im Guardian - unsere Hausbibel. Ich wollte es sofort ausprobieren und holte Rinderhackfleisch beim Metzger unseres Vertrauens, die 300g die ich verlangte, wurden zu 400 nach dem Motto "derfs a bisserl mehr sei" na klar doch, her damit. Also: Fenugreeksamen (ich glaube der heißt Bockshornklee), Fenchelsamen, Koriander and Kardamom  in der trockenen Pfanne anwärmen. Falls nicht im Regal, erst die gehackte Zwiebel und Knoblauch in gutem Öl schön anschwitzen und mit interessanten Currygewürzen mischen, z.B. Garam Masala, Kurkuma, frischen Ingwer, oder halt eine gute Currymischung.  Ich tat noch etwas Ras-el-Hanout dazu, weil das neben Baharat einfach mein Lieblingsgewürz ist. Und einen Schuss Granatapfelsirup, den liebe ich zur Zeit auch besonders. Dann gab ich eine in Streifen geschnittene rote Paprika rein und Chiliflocken, und endlich das Hackfleisch dazu