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A story about yeast - Hefegeschichten

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Endlich habe ich mal eine Ciabatta gebacken. Ist ja keine Raketenwissenschaft, aber von meiner Mutter habe ich "Angst vor Hefe" geerbt. Was im Moment kein Problem ist, es gibt ja keine zu kaufen. Klopapier ja, ist wieder da. Aber wo ist die ganze Hefe? Sind nachts die Außerirdischen in die Supermärkte eingebrochen und backen jetzt riesige Dampfnudeln in space? Jedenfalls fand ich noch ein Päckchen Hefe in der Backdose, und legte los.
Ein Päckchen Trockenhefe mit 300g Mehl und einen KL Salz mischen
Einen EL Zucker in 120ml lauwarmem Wasser auflösen und mit der Mehlmischung verkneten, zwei EL Olivenöl dazugeben.
Den Teig eine halbe Stunde aufgehen lassen.
In eine geölte Form geben, mit den Fingern die Löcher reinpieksen, mit groben Salz bestreuen. Ca. 25 Minuten bei 180°C backen, ca. 5 Minuten bevor sie fertig ist mit Rosmarin bestreuen.
Wir haben dazu Mozarella mit Tomaten gegessen. Oder Mortadella geht auch.  Ein Hauch von Italien... *** Yesterday I made focaccia. It took m…

Maskenball

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Wie meine Schwester schon bemerkte - früher wäre man so in keinen Laden reingelassen worden. In die Bank schon garnicht. Und Scarilily - Ja, ich habe virtuelle Freundinnen, die sich hinter solchen Namen verbergen - bemerkte, dass wir direkt vom Vermummungsverbot zur Vermummungspflicht übergegangen sind! Von London (oben rechts) bis Portugal (raten wo), vom Weinviertel (links oben) bis ins Allgäu, über Grafing und München (rechts unten, die eigene Mutter würde auf der Straße an dir vorbeigehen, Susa!) - überall jetzt lauter Maskierte. Bringt's was? In Hongkong hätte es die dichtgedrängte Bevölkerung geschützt; angeblich erst ein Todesfall.  Hier bei uns - Fehlanzeige. Wie gesagt, die Grafinger sind anscheinend unverwundbar. In the days before Corona, if  you entered a shop (let alone a bank) like this, you wouldn't have got very far. Now you see them everywhere, from London and Portugal to the Austrian wine province, and even Germans are becoming a bit less cocky. Apparently t…

Kunst und Kochen

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Ich verbringe gerade viel zu viel Zeit mit Social Media. Auf Instagram gibt es so viele Kochanregungen... und da fand ich auch diesen Thread, wo gelangweilte Quarantänisten Kunstwerke nachstellen, nicht selten mit Hilfe von Klopapier.
@tussenkunstenquarantaine   (Zwischen Kunst und Quarantäne), saukomisch.
Der Witz, der überall in der Welt diese grausliche Pandemie begleitet, hat etwas kathartisches.
Ein anderes Thema in den Medien ist:  wir haben jetzt so viel Zeit, wir erledigen sämtliche Hausarbeiten, zu denen wir sonst nicht kommen.
Nein!
Ich bin keine Schlampe aber, im Gegensatz zu vielem was ich im Internet so lese, ist es bei uns also in der Wohnung noch nicht blitzsauber- es wurden noch keine Fenster geputzt, das Gewürzregal ist nicht geschrubbt, ganz zu schweigen von der Badewanne... und den täglichen Kampf gegen Staub habe ich schon lange aufgegeben: habt ihr schon mal gesehen, wieviel Staub im Schlafzimmer rumtanzt wenn die Sonne rein scheint? Keine Chance. Tatsache ist, mein…

Daheimbleiben

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In diesen Wochen der Selbstfindung habe ich mir ein paar nützliche Gewohnheiten zugelegt. Jeden Tag der Kampf gegen das Verschlampen! Raus aus dem Morgenmantel! Anziehen, Ohrringe, Lippenstift, Hände eincremen! Möglichst viel trinken, morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit Zitronensaft.
 Seit ich letzte Woche ein Kratzen im Hals spürte, gurgle ich täglich mit lauwarmem Salzwasser und jetzt kratzt nichts mehr.
Abends kann auch mal ein Glas Wein oder ein Cocktail dazukommen: Unser Hausdrink ist Lillet mit Prosecco. Sehr gut auch mit einem Schuss Cointreau, aber der ist jetzt aus, und der ist wohl kaum ein Grundnahrungsmittel. ***  In these days of splendid isolation, I have developed some good habits: As tempting as it is to lounge all day in that cosy dressing gown, but I get dressed.  Earrings. Lipstick. Handcream.Well, mostly. I remind myself to drink water, starting with a glass of lukewarm water with lemon juice in the morning. To fend off any throat infections, I gargle daily wi…

Quarantäneschwänke

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Es ist ein bisschen wie im Märchen von Dornröschen: alles hat angehalten.

Die Straßen sind leer, am Himmel keine Kondensstreifen, kaum Menschen unterwegs. Die S-Bahn fährt zwar getreulich alle 20 Minuten an meinem Küchenfenster vorbei, aber niemand sitzt drin.
Aber es gibt einen Ort, wo sich der Wahnsinn austobt: der Supermarkt A**i. Niemand hält die Kunden an, Abstand zu halten. Alle drängeln rein, drängeln sich vorbei, wenn ich höflich um Abstand bitte (hey! ich gehöre zur Risikogruppe!) schnauzt mich jemand an "jetzt werden's schon alle hysterisch!" Eine Parallelwelt, wo das Virusrisiko noch nicht angekommen ist und die Aggression herrscht.
Aus England und aus Portugal höre ich, dass die Kunden vor den Supermärkten warten - mit Abstand - bis drinnen genug Platz ist, um sich auszuweichen. Nicht bei uns. Aber angeblich sind 95% der Deutschen mit den Vorschriften einverstanden. Vielleicht sind hier in G. die übrigen 5%?

Zum Glück ist im Wald noch genug Platz für alle. Ma…

Pasta hilft, Schokoplätzchen auch

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Es gibt immer was zu tun, in der häuslichen Quarantäne. Ich komme sogar zum Bügeln, eine zen-artige Beschäftigung, die Kopfkissenbezüge, die Küchenhandtücher, die Schneuz....schnarch....  *** Boredom is not an issue - there is always something to do. I even ironed my pillowcases and kitchen towels, and my handkerchiefs...very zzzzzen... 

Aber interessant, wie wir das Einkaufen reduzieren, ich koche jetzt immer erst mal mit dem, was wir im Kühlschrank, im Gefrierfach und im Regal haben.
Zum Beispiel diese Paccheri, eine Nudelsorte, die es bei uns im Supermarkt noch überraschend reichlich gibt.
Ich habe sie zuerst al dente gekocht und dann mit einem Rest Halloumi und TK-Spinat  gefüllt. Mit meiner Lieblings-Tomatensoße* und geriebenem Pecorino bedeckt im Ofen überbacken.
So einfach, so hübsch, so gut.
Und es blieb sogar noch ein Essen für den nächsten Tag übrig.

*eine ganze Zwiebel, Dose Tomaten, ein Stückchen Butter, Majoran und ein Schuss Granatapfelsirup - alles zusammen weich koch…

Alles in Butter(kuchen)

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Alles zum Thema gesund und leichten Herzens durch die Quarantäne findet ihr bei Salamandra.
Wir haben das Glück, ganz nahe an der Natur zu leben, und noch dürfen wir hinaus, wir suchen uns entlegene Plätze im Wald, wo der Frühling gerade mit einer ungekannten Blumenfülle ausbricht. Mein Antivirus-Mantra ist kochen, backen, teilen.  Ich habe jetzt Zeit auch für etwas langwierigere Rezepte, wie zum Beispiel der Kouign Amman. Dazu wurde ich angeregt durch meine derzeitige Lektüre, 'Bretonisches Vermächtnis' von Jean Luc Bannalec. Ich liebe diese Romane, sie beschwören - so neben den Morden und Verschwörungen - eine wunderbare Bretagne herauf, die Landschaft, das Essen, das Meer und seine Farben... man hat das Gefühl, dort zu sein. Und das ist in Zeiten des abgewürgten Tourismus ein echter Wert. Ich habe den bretonischen Butterkuchen schon einmal etwas erfolgreicher gebacken, aber auch dieses Mal wurde er - fast - perfekt.  So geht's: 240ml Milch leicht wärmen und 1 EL Trock…

Ruhe und Kraft

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Aber am besten ein gesundes Süppchen! Geht in den Wald und sammelt Brennesseln, oder wer Glück hat, findet ein Bächlein mit Kresse. Ein paar Kartoffeln würfeln, mit Gemüsebrühe kochen und zum Schluss die Kräuter reingeben, und mit einem Schuss Sahne servieren. Das baut auf!
Much better: Go out and find some fresh nettles, or if you're lucky, some watercress (or buy it). Boil some diced potatoes with vegetable stock and add the herbs towards the end. Serve with a dash of cream. That'll set you up.
Draußen scheint die Sonne, der Himmel ist blau - endlich Frühling. Aber überall in Europa sitzen wir in den Wohnungen und wissen nicht so recht, was wir noch dürfen. Ein Vergleich mit Chernobyl vor 40 Jahren drängt sich auf - alles so schön, und so lebensgefährlich.
In Großbritannien hat der National Trust -  die Organisation, die das kulturelle Erbe des Landes verwaltet - angekündigt, alle großen Parks und Schlossgärten der Öffentlichkeit gratis zugänglich zu machen. Wir müssen raus…