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Neues bei 356

Wir schlittern langsam in den Herbst hinein

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Du meine Güte. Das neue Blogger layout ist die Pest. Man hat überhaupt keine Kontrolle mehr darüber, wo die Bilder sind, alles bewegt sich von selber, das Layout weiß alles besser... Soll wohl hilfreich sein, aber ist die Definition von verschlechtbessern. Das bisschen Bloggen, das mir auf dem Tablet inzwischen gelungen ist, ist auch dahin. Und die alte Version ist nicht mehr zur Verfügung.
 So viel zur Technik - falls hier mal irgendwann nichts mehr läuft, bedankt euch bei Blogger.com, dann bin ich endgültig zu Instagram übergelaufen. ***  The new Blogger layout is an absolute nightmare. I have no control over where my pictures go, there are links jumping out of the closet that I never asked for, and I can't go back to the old version any more. I suppose it's meant to be an improvement, it always is. But they fixed what was never broke. Even more impossible now to write anything on the iPad - so if some day you find that I have thrown in the towel, this is why - improvements in t…

Kartoffeltage (Und im übrigen hasse ich das neue Blogger Format)

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Jetzt kommt die Zeit, wo ich auf dem Heimweg vom Steinsee die sonnigen Plätzchen aufsuche, anstatt mich wie ein Hund von Schatten zu Schatten zu drücken; wo ich am Bahnhof in der Sonne auf den Zug warte, und eine warme Jacke mitnehme, für abends in den Schanigarten von der Pizzeria.  Natürlich schwimme ich weiterhin, ist das doch einer der Riesenvorteile davon, auf dem Land zu leben und Zugang zum Wasser zu haben - keine Masken, keine Anmeldung, keine Termine...
Aber Salat ist vorbei - wenn die Temperaturen fallen wird es Zeit, mal wieder Tartiflette zu machen.  Entdeckt habe ich sie schon vor Jahren, und hier ist das Rezept. Kartoffeln, Käse, Kartoffeln, Käse. Praktisch eine Kartoffel-Lasagne!
 Als Nachspeise bieten sich gerade die Zwetschgen an. Ich mache viel Kompott, gesüßt mit meinem Hollersirup. Auch mit mehr Wasser - den Saft trinke ich gerne als Hollerschorle, und wenn die Zwetschgen dann schön sämig einkochen, ist es ein Zwetschgenröster. Habe ich von einer österreichischen …

Regentage mit Belohnungen

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Es hat ja, wie gesagt, fast nur geregnet auf unseren kleinen Urlaub in Niederbayern. Den schönen Garten sahen wir hauptsächlich von innen, und die Regenpausen wurden genutzt für Spaziergänge mit unserem Leihhund. Sie mag nämlich den Regen auch nicht und sah uns nur skeptisch an, wenn wir vorschlugen dass sie doch mal in den Garten gehen könnte. *** As you know, it rained pretty much through our short stay in the country. We saw the beautiful garden mainly through the windows, and whenever there was a break in the shite weather, we quickly dragged the dog outside for her walkies. She was not keen on the rain and mostly answered our invitations to go out with a sceptical look and passive resistance.
Das Mittagessen in der schönen Brauereiwirtschaft Mariakirchen mussten wir denn auch drinnen einnehmen - zum Glück hatten die Einheimischen um 13.30 schon gegessen und Abstand war nicht nur möglich, sondern keine andere Wahl. Irgendwann möchte ich wieder in diesem Biergarten sitzen, und …

Schlaraffenland.. Land of plenty

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"Wir haben eine Zucchinischwemme! Nehmt so viele ihr wollt!" Das waren die letzten Worte, bevor unsere Freunde in ihren Urlaub entschwanden. Im übrigen gibt es hier nicht nur Zucchini, in diesem Garten wachsen uns Gurken und Tomaten und Brombeeren in den Mund, wenn wir den Kopf nicht rechtzeitig einziehen. Es ist ein bisschen wie Urlaub im Garten Eden, ohne die Arbeit, die eine solche Fülle sicher macht.
Jedenfalls erst mal auf Nummer sicher, eine Zucchini-Quiche.
Der Boden wie immer mein Quark "Blätterteig" aus gleichen Teilen Quark, Butter und Mehl (250g, den Rest einfrieren). Die Zucchini habe ich Sonnenblumenmäßig angeordnet, in der Mitte ein Rest Stangensellerie.
Drei Eier mit genug Vollmilch verkleppern, dass alles bedeckt ist - Sahne geht natürlich auch. Gewürzt habe ich mit baharat und piripirisalz.
Bei 180C backen bis alles schön braun ist. Die letzten zehn habe ich die Quiche mit Alufolie abgedeckt.
Übrigens blogge ich gerade auf dem Tablet, da ist das …

Landpartie

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Wie schön sind doch Ferien (fast) daheim. Also nicht ganz daheim - diese vier Wände hat man ja im lockdown weiß Gott gut genug kennengelernt - sondern in Niederbayern, im Haus von alten FreundInnen, wo man sich auch so ganz daheim fühlen darf.  Mit Hund.. aber sie ist genauso faul und alt wie wir und braucht keine anstrengenden Wanderungen.
Der Garten ist riesig und voller Gemüse, uns erwarten eine Woche Variationen zu Aubergine, Zucchini und Paprika. Alles bio und frisch!


This is the summer of staycation. We are on a week's staycationing in the lovely big house of old friends, with their dog. Luckily she is as old and lazy as we are and requires no strenuous walks. We are also in charge of a big garden full of fruit and vegetables, so we expect to eat 101 variations of courgettes, eggplants and peppers, all fresh and organic.

Brot und Wasserspiele

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Alle Welt bäckt gerade post-Lockdown-Sauerteigbrote. Die kriege ich aber perfekt und in Bio bei unseren fantastischen Grafinger Bäckern, und spare mir, für diese Sauerteige (die oft auch Namen tragen, wie Gundula oder Herbert) sorgen zu müssen wie für ein Kind.
Ich dagegen habe Toastbrot gebacken, mit Hefe. So richtig schönes weiches Weißbrot (nicht die Scheiben aus der gelben Plastikpackung) finde ich nämlich hier nicht so leicht.
Ich habe ein englisches Rezept gefunden und mich getreulich daran gehalten, inklusive der acht Stunden Gehzeit für den Vorteig, oder biga.
Ein wesentlich einfacheres Rezept findet ihr hier auf dem bewährten Plötzblog, oder haltet euch an das englische Rezept. Eh nicht schwierig, wenn ihr in der Schule eure Hausaufgaben gemacht habt! Everyone is now parenting their sourdoughs. I never wanted cats, children or other dependents, so this is not for me. Good sourdough bread is freely available in my little town. White sandwich bread, however, is harder to find…

Leserinnentrauma und Trapanese

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Eigentlich ist der Sommer für mich hauptsächlich eine endlose Gelegenheit zum Schwimmen. Aber wenn es zu heiß wird, bietet sich auch an, den ganzen Nachmittag auf dem Sofa - oder dem Bett - zu liegen und endlich mal richtig viel zu lesen.  Diesen Sommer sind meine Bücher, ohne es so zu planen, wirklich schwere Kost. Francesca Melandri, "Alle außer mir",  nimmt einen mit in die schmutzige Kolonialgeschichte von Italien, die übergangslos in den Horror der Geflüchteten aus Afrika mündet. In "Heimsuchung", erzählt Jenny Erpenbeck die Geschichte Deutschlands mit dem Mittel eines Hauses, das heißt, eigentlich erzählt sie nicht, sondern schleicht sich von hinten an und zieht dir ganz lakonisch eins über den Kopf. Sie beschwört die Scheußlichkeit des Krieges mit knappen, brutalen Worten herauf.   Diese Besprechung half mir, die Personen besser zu verstehen, wer,wo, wann, warum... Und mein schon erwähnter 600-Seiten-Roman, "The Time of our Singing" von Richard Po…

Von der Vergangenheit lernen- learning from history

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Wear a mask or go to jail! (Tragt  Masken oder geht in den Knast") - ein Bild aus dem Jahr 1918.
So knallhart geht es in unserem angeblich so undemokratischen Deutschland noch nicht zu.
Bei der großen Influenza-Epidemie von 1918/19 waren weder die Sicherheitsvorkehrungen noch die Pflege so perfekt wie hier in Deutschland, die Welt war damit beschäftigt, den Krieg zu überleben.
In der Folge starben 50 Millionen Menschen weltweit an der so genannten Spanischen Grippe, mehr als im gesamten Krieg.
Anstand, Abstand, Hygiene. Mehr braucht's nicht.  Und viel Sonne und Bewegung an der frischen Luft, wie auch die obige Ermahnung von 1919 sagt.

Waldbaden und wild schwimmen

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Von Waldbaden (früher als Waldspaziergang bekannt) und wild swimming (Steinsee) sollte es für mich und den Engländer zum "urban walking" (früher: Spaziergang durch die Stadt) nach Berlin gehen, in unsere geräumige Leihwohnung, wo sich abends im Umkreis von 200m gefühlte 200 Kneipen und Cafés anbieten, die wir durch gezieltes urban walking erreichen. Leider sollte es nicht dazu kommen; wie so einiges in diesem vertrackten Sommer fiel es aus. Anderes fiel ins Wasser: zwei Nächte im Bayrischen Wald zum Engländer-Geburtstag ließen wir zwengs schlechter Wettervoraussage platzen, und folglich wurde unser schnell gebuchtes Hideaway am Samerberg buchstäblich den Berg hinuntergespült. Jetzt wird eben doch wieder wild gebadet, wenigstens das ist uns geblieben. Zum Kochen und Backen habe ich gerade keine Lust. Und in München gibt's ja auch schöne Cafés. Many plans have been cancelled, rearranged, cancelled again, planned afresh and gone down the drain, something to do with Coron…

Ay Corona! An alle Wütenden.

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Ich kann mich schon gar nicht mehr aufregen.
Die Coronazeiten spalten uns alle auseinander und schaffen so viel Hass, so viel falsche Informationen, dass man sich am liebsten auf eine einsame Insel zurückziehen möchte.
Das Wort Freiheit wird missbraucht.
Nur weil unser Gesundheitsministerlein ein bisschen schnaubt, sind wir noch lange nicht in Portland, oder in Iran.
Alle fühle sich zu expertInnen berufen, dabei weiß tatsächlich niemand ganz genau, wie man die Ansteckungssituation einschätzen soll.
Bleibts halt bitte ein bisschen ruhig. Und schaut ganz genau hin, mit wem ihr euch verbündet.
Kriege ich jetzt auch Hassmails, wie meine Schwester?
Schönen Sommer noch.