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Neues bei 356

Harmlose Schokomuffins, scharf geladenes Gröstl

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Heute empfehle ich eine sehr schnell gebackene Kaffee- oder Teebegleitung, kinderleicht und fein. Das ganze Rezept findet ihr bei der Kochpoetin, die sonst mit eher diffizilen Köstlichkeiten glänzt.
Wie immer, sind meine Erzeugnisse etwas abgewandelt: Eigentlich als Red Velvet Cupcakes gedacht, sind sie bei mir zu Black Velvet geworden.
Erstens hatte ich keine rote Farbe (Rote Bete Pulver?? nie gehört). Zweitens hatte ich nur dunkle Schokolade und keinen Frischkäse zur Hand. Ich machte eine Ganache aus 60g Schoko und 30g Butter und verdickte sie mit Puderzucker (q.b., wie die Italienerin sagt - also so viel wie es braucht).

"Oma"-Alarm

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So sehen Omas aus? Das sind einfach alles g'standne, schöne, witzige, talentierte Frauen.
Ein paar von ihnen sind Mütter, einige nicht, und einige sind Großmütter. Aber keine passt in eine Oma-Kolumne.


Bin gerade zufällig wieder mal auf die "Oma-Kolumne" der Süddeutschen gestoßen und schon sehe ich wieder rot! Warum ärgert mich diese harmlose Glosse so?
Da ist schon mal der Name. Oma. "Die alte Oma", das ist ja sozusagen die Definition aller Weißhaarigen (der weißhaarige alte Mann eher: interessant!)
Alte Frau ist gleich Oma, denn sie hat ja kein Eigenleben; neue Erfahrungen (sowie die ganze Kolumne) verdankt sie anscheinend hauptsächlich ihrer Enkelin, denn nur in ihrer Rolle als Oma darf sie für die SZ schreiben. Alte Frauen per se sind nicht relevant.

Und was sind das für Abenteuer, die diese 79-jährige erleben darf: zum ersten Mal isst sie einen Burger! Und sogar Babaganoush! Und sie schwimmt sogar noch! Geht's noch aufregender?

(Es handelt sich in de…

Jetzt ist sie da, die staade Zeit

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Es schneit. Im Winter schneit es. Als ich jung war, machte dieses Plakat* die Runde, und das stimmte. Wetter war kein Thema. Sex, Politik, Wohngemeinschaft, Reisen, Musik. Das waren die Themen. Jetzt schaue ich mir im Fernsehen Schneenachrichten an, je dramatischer, desto besser. Bayern wird zugeschneit.
*junge Menschen, die nach den 60er-Jahren geboren sind, wissen nicht mehr, wer auf diesem Plakat abgebildet ist. Besser so.






Most people my generation know this poster. It says "everybody talks about the weather. We don't."
Most people now don't even know who the bearded gentlemen are - a great loss?
And everyone is talking about the weather. Bavaria is drowning in snow.



Aber hat's nicht schon immer geschneit? Ich erinnere mich an einen Winter in Schwabing, wo vor dem Drugstore die Schneewände zwei Meter hoch aufgeschaufelt waren. Ich habe Fotos von Bine, Debbie und mir am Spitzing, wo wir vor haushohen Schneewänden stehen und lachen. Und im ersten Jahr, als wir …

Kings, sweet pies, and the great white-out

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Collagen aus meinen Fotos zusammenstellen - damit vertreibe ich mir gerade die Zeit. All das war 2018: Landleben, Yogagaudi, Steinsee, ein unglaublich schöner Sommer, ein langer warmer Herbst, Biergärten. Dann der Umzug, und endlich wieder was Schönes kochen.
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One of the things I amused myself with, these long sick days, was making collages from my photos. Here is a glimpse into my 2018 - country life, fun with yoga, swimming, a long hot summer followed by a long warm autumn. Moving house, and starting to cook nice food again.
Und jetzt, wo ich mir nach der ewigen Grippe langsam wieder vorstellen kann, ins normale Leben zurückzukehren, so mit ausgehen, in die Stadt fahren, Ausflüge machen, da tobt draußen der Schneesturm. Ich habe ihn mir heute hauptsächlich aus dem Auto heraus angeschaut, diesen Schnee, der einfach nicht dann kommen wollte, als er für die Weiße Weihnacht gebraucht wurde.
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Now my flu is on the way out, I am raring to do stuff like get on the train, an outing…

Schöne Feiertage

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Ich würde nicht behaupten, dass diese Weihnachtsfeiertage, die mit Triefauge anfingen und mit Halsschmerzen zu Ende gehen, die besten waren, die ich je erlebte. Aber: es gab auf alle Fälle ein paar unvergessliche Momente. Zum Beispiel Evi, die bei uns im Wohnzimmer Soul tanzte. Dazu fällt mir ein, dass im Film "Northanger Abbey" - eines der raren TV-Highlights über die Feiertage, die Synchronisation ein neues Wort erschuf: das Zeichenzimmer. Alle Anglophilen kennen natürlich das "Drawing Room", aber da wird ja nicht hauptsächlich gezeichnet, es ist einfach das Wohnzimmer! *** It would be a lie to say that these past holidays were the best ever. But we definitely had our moments, such as Evi showing us her soul moves in the living room. Or drawing room, as it were.



Und dieses Selfie, das nach zig Versuchen immer noch nicht das (winzige) Bäumchen UND uns alle drei ins Bild brachte.

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An attempt at a threesome selfie including our minuscule Christmas tree.
Worked …

Eine Weihnachtsgeschichte

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Mei, Weihnachten. Normalerweise müssen der Engländer und ich nach London fliegen, um ganz sicher an Weihnachten krank zu sein. Regelmäßig. Deshalb haben wir das seit ein paar Jahren einfach nicht mehr gemacht (obwohl die Londoner Weihnachten feiern wie keine anderen, da wird nicht an Glitzer, Verpackungsmaterial, Flaschen und elektrischen Birnchen am Baum gespart!).
Dieses Jahr konnten wir uns die Mühe glatt sparen: ich bin ganz ohne Flugkosten hier, in Grafing! krank geworden. Und wie.
Dabei ist mir zeitweilig alle Lebenslust abhanden gekommen, denn nichts sagt so sehr "sch.. auf Weihnachten" wie Triefaugen, Husten, Schwitzen, Niesen, Schneuzen.
Aber vielleicht klappt das ja doch noch! Heute machten Luisa und ich einen richtigen Ausflug: wir besuchten Mütterlein im Naturfriedhof Sonnenbichlwiese, wir jodeln (und lachten drüber, wie sie oft fragte ob wir nicht auch ein paar lustige Jodler kennen), und gehen noch ein paar Schritte zur unfassbar prächtigen Kirche von Lippertsk…

Quittenbrotkuchen

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Heute, Kinder, wird's was geben. Nämlich den wahrscheinlich besten Kuchen, den ich je gebacken habe. Und das total auf Autopilot, halb weggetreten wegen einer Erkältung, die ich mit aller Willenskraft abhalte. Dieser Kuchen entstand als Neben-, sozusagen Abfallprodukt meiner letzten Quittengeleeherstellung. Die Quitten, die als duftende Deko schon seit Wochen im Wohnzimmer lagen und schon etwas braune Ränder anlegten, hatten erstaunlicherweise immer noch Farbe und Geschmack. Tough, die Natur.
Also machte ich erst Mal Quittengelee, wie gehabt vor ein paar Wochen. Dann sah ich die "Abfallprodukte" und mir fiel das Wort Quittenbrot ein. Die schönsten - völlig ausgekochten - Quittenstücke kochte ich mit etwas Zucker und Zitronensaft ein, bis eine Art Marmelade entstand. Ich war wild entschlossen, Quittenbrot zu machen. Meine Freundin M. hatte mir erzählt, sie habe Quittenbrot gemacht aber es nicht im Ofen getrocknet sondern in einem warmen Regal - es ist verschimmelt. Also,…