Lebenszeit, oder: time flies when you're enjoying yourself
Neulich, eines der vielen Engländer-Bonmots aus unserem gleichzeitig eintönigen und schnelllebigen lockdown-Leben: "Seit wann folgt denn Freitag auf Montag?" Die Tage scheinen geradezu vorbeizurasen, ist jetzt schon Februar oder noch Dezember? Gefühlt jeden zweiten Tag muss ich meine Fingernägel schneiden, meine Haare sind zu einer Pande-Mähne gewachsen, plötzlich ist schon wieder Sonntag und wir haben vergessen einzukaufen. Das stellt übrigens kein Problem dar, denn Essen einkaufen die einzige uns verbliebene kreative Interaktion mit der Welt, und unser Kühlschrank kennt nur noch ein Lied „ iss mich leer, ich kann nicht mehr“. Verhungern ist eine der Todesarten, die gerade am wenigsten drohen. Eine unserer Lieblingskonversationen manchmal nachts, wenn wir beide aufwach: "Sollen wir frühstücken?" Aber immer! sagt meine Schwester. Dieses Leben im langsamen Zeitraffer heißt aber auch - irgendwann geht auch das vorbei. Selbst die Spanische Grippe stoppte irgendwann,...