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Auweh Zwick: Voglwuide Platzerl

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Oben: so sah es aus. Unten : Das wäre der Plan gewesen...  Above: this is how they turned out. Below : this is how they were meant to look    Meine Plätzchen widerspiegeln dieses Jahr anscheinend das innere und äußere Chaos, von dem es bestimmt war. Sie wollten einfach nicht weihnachtlich werden, sträubten sich, wie in den Rezeptbildern auszusehen und gingen in die breite statt in die Höhe..außer dem immer gehorsamen Vanillekipferln, die sich willig hinbiegen lassen. Die Zwickerbusserl sind mir ja schon mal ganz gut gelungen, aber dieses Jahr haben sie gezwickt statt gebusselt. Platscharis sind sie geworden trotz Spritzbeutel, so gar nicht wie auf dem Foto oben, an dem ich mich orientierte - obwohl ich mich strikt ans Rezept gehalten habe. Wer mir verraten kann, wie man Spitzen spritzen kann mit dem Eiweiß, ohne dass sie sofort in alle Richtungen verlaufen, kriegt einen Preis!Die Schokoglasur hat gebatzt, einzig die rosa Farbe der Granatapfelglasur ...

Zurück in die Küche

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Immer noch das lauschigste Plätzchen in stürmischen Zeiten.  Ruhige Tage, mit warmen Wollsocken und selbstgebackenen Nussschnecken  *** Back in the kitchen, still the cosiest hideyhole in these troubled times Quiet days with warm Socks and home-baked nut whirls  Weihnachten und Geburtstag bescherten mir zwei nagelneue Kochbuchschmöker, beides feste Favoriten. Die Wiener Küche von Susanne Zimmel habe ich schon lang mit größtem Vergnügen auf ihrem Blog, ziiikocht.at, verfolgt. Ein wunderbar gestaltetes Ess-Lesebuch mit vielen Anregungen und lustigen neuen Worten! Auch das neueste Kochbuch von Nigel Slater, "a year of good eating", ist so ein Buch, das man abends mit ins Bett nimmt und liest, um dann um vier Uhr aufzustehen und sofort was draus zu kochen! *** Thanks to Christmas and Birthday I now have two ripping new kitchen tomes: a Viennese specials cookbook (take a look here ), and Nigel Slater's third volume "a year of good eating". Bot...

Tränen lachen, Plätzchen backen

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Gestern war die wunderschöne Trauerfeier für unsere Mutter in der Grafinger evangelischen Kirche. Meine Mutter war ja eine der ersten zuag'roasten Protestanten im katholischen Grafing, später mit den Flüchtlingsströmen gab es dann eine wachsende Gemeinde. Aber als Kinder wurden wir noch, getrennt von der "richtigen" Schule - in strenger Apartheid - in einer evangelischen Großklasse 1-4 im Türmchen der Grafinger Turnhalle untergebracht. Also brachte uns selbst unsere Konfession etwas von dem Aussenseitertum, das wir später anderswo suchten. Aber es war schön, wie gestern alle Besucher der Feier für unsere Mutter - katholisch wie evangelisch - einstimmig das gleiche Lied sangen, und sie schienen auch alle denselben Gebeten und Ritualen zu folgen. Gejodelt wurde auch in der Kirche. Anschließend begossen wir mit ein paar Freundinnen das Leben meiner Mutter (sie war ja irgendwie eine Universalmutter) mit einem feinen Crémant. Und fuhren natürlich an den Steinsee. Daz...

The return of the cake

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 Und danke für dieses Foto, Constanze! Das Glück findet sich oft unerwartet.. Das Leben geht natürlich weiter, es wird gearbeitet, gekocht, ge fr gessen, geflucht, geweint, g eschwitzt und ein neues Auto gesucht. Zu allem Überfluss haben nämlich jetzt beide Autos - nach meinem auch Luisas, heute morgen um 8h - ihren Geist aufgegeben, und der Steinsee ist weit. Aber ich hab schon mein Auge auf einen alten aber gut erhaltenen Golf geworfen...wir werden gut zusammenpassen...  Und dann wurde mal wieder gebacken. Dieser saftige Schoko-Birnenkuchen wurde zuerst hier gebacken, und mir ist er auch gut gelungen. 500g Birnen 125g Walnüsse 100g dunkle Schokolade 115g im Wasserbad geschmolzenen Butter 70g hellen Rohrzucker + 40g Zucker (oder eben 110g Zucker) 1 Ei 2 Tl Vanille-Extrakt (ich nahm eine halbe Tonkabohne) Eine Prise Salz, eine Prise Zimt, eine Prise cayenne oder schwarzen Pfeffer 130g Mehl, 2 1/2 TL Backpulver ***  Kuchenform mit But...

Days of wine and bagels

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Gestern leuchtete es zum ersten Mal seit einer Woche im Garten, ein paar Stündchen lang. Jetzt gießt es wieder. Und unser Mütterlein ist wieder daheim. Gestern haben wir sie geholt. Schon war sie wieder ganz munter und aß mir den Schweinebraten und Kartoffelknödel weg. Ich musste ihr Rehragout essen, das sie bestellte und sofort nicht mochte.  Ich mochte es auch nicht besonders. For the first time in a week there was a moment of brightness in the garden yesterday.  Today, the torrential rains are back. We fetched our Mum home yesterday. She perked up instantly and visibly and ate my roast pork and dumpling. I had to eat her dish which she decided she didn't like. I didn't like it much, either.  Wir hatten Besuch aus Berlin . Und ein Projekt: Bagel backen und Frischkäse selber machen Die erste Ladung Bagels war durch zu großzügige Beigabe von Malz eher schokofarbig geworden. Cesca benutzte eine etwas gröbere Beschreibung. Sie schmeckten jedoch h...

Schneckenbäckerin am blauen Wasser

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Am Wochenende verschlug es mich, dank des alljährlichen Treffens mit den Ex-Kolleginnen aus der Foodpresse, mal wieder jenseits der bayrischen Grenzen. Waaaahnsinnig weit weg, bis hinter Ulm, an ein wunderschönes türkisblaues Gewässer namens Blautopf in dem reizenden Städtchen Blaubeuren. Es ist berühmt auch für die darunter liegenden Höhlen, die sich angeblich von Schwaben bis zum Schwarzen Meer ausbreiten.  Blaubeuren ist süß. Zu unserer Überraschung gab es dort einen winzigen italienischen Laden mit großartigen Kaffee und selbstgebackenem Birnen-Ricottakuchen. Was will man mehr, vor allem bei garnicht frühlingshaften Temperaturen, wenn es unendlich viel zu ratschen gibt?     Last weekend I finally managed to get out of Bavaria again, to meet up with my ex-colleagues from the food magazine we all used to work for. This time we met in a charming old-fashioned little town called Blaubeuren, famous for its turquoise-blue millpon...

Weiter geht's mit rosa Zeiten

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Es sieht gut aus draußen, rosa Zeiten im Wald und in der Wirtschaft. Mir werden langsam sogar meine schwarzen Wollpullover zu warm. ***** It is beginning to look so sunny and friendly outside, the woods are full of pink and white anemones, and I am beginning to feel too warm in my black woollies.  Mütterlein hat im hohen Alter ihre Liebe zum Schmuck entdeckt. Wenn sie einen neuen Ring an unseren Fingern entdeckt, will sie ihn sofort probieren, und bekommt dann diesen sehnsüchtigen Ausdruck in den Augen, den Kindern vor Süßwarenläden haben. Der große Ring ist einer von Luisas Ethnomitbringseln. ***** Mum has discovered her love for jewellery in her old age. Whenever she sees a new ring on our fingers, her eyes get that look that children have in a  sweet shop. The big ring is a trophy from one of my sister's exotic travels Die Plätzchen erinnern mich an die Pfefferminz-Schokolinsen, die meine Oma immer für uns hatte Sonntag im Wirtshaus Taglaching - Sunda...

Wuthering Föhn

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Was für ein Tag ist das denn heute - ein Föhnsturm schiebt die Wolken mal über die Sonne, mal wieder weg und taucht alles in ein überirdisch strahlendes Licht. Mal fotografiere ich meine Backwerke in strahlendem Sonnenlicht, mal mache ich die Lampe an. Mei, der Winter halt....und wie der Engländer so witzig bemerkt "only four more months now". Ich mag den Winter schon, ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten. Aber man muss es nicht übertreiben. Und irgendwie merke ich, dass mir heuer die Energie für den Advent fehlt. Kein Bock auf Kranz, die Deko bleibt im Keller, nur im Hausflur der schöne Mistelzweig, den uns Luisa aus dem Wald mitgebracht hat. Dafür freue ich mich auf das völlig hedonistische Londoner Kontrastprogramm: Glitzer, Kitsch, Menschenmassen, Weihnachtsbäume in jedem Fenster an dem man vorbeigeht, Geschenke werden gekauft, dass die Schwarten (Kreditkarten) krachen, es wird getrunken und gefeiert. Die Erkältung habe ich mehr oder weniger hinter mir, und die e...