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Weiße Ostern? Na und, es ist Sommerzeit!

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Frohe Ostern? Ich hätte fast aus Versehen einen Weihnachtsbaum aufgestellt. Leise rieselt der Schnee. Und rieselt. Wahrscheinlich auch bei Dir. Lustig fand ich den Vorschlag, dieses Jahr einfach weiße Eier im Garten zu verstecken.  Das haben wir nicht gemacht, aus dem Alter sind wir raus.  Happy Easter, my foot. The snow keeps softly falling, Christmas tree springs to mind, and there is no end in sight. I was amused by the suggestion to hide white eggs this year - easily hidden. We didn't, though, we're too mature to hide eggs. Dafür gibt es mal wieder die alljährliche Tagine, diesmal mit selbst gepökelten Zitronen. Diese Zitronen habe ich vor ein paar Wochen in grobes Salz eingelegt - im Rezept stand koscheres Salz, das hatte ich nicht. Weiß jemand, was der Unterschied ist? *** Once a year, I get out the Tajine, usually for an Easter lamb. This time I preserved my own lemons in coarse salt. The recipe says "kosher salt", which I don't have. Anyone ...

Regen bringt Segen

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Manchmal kann ein Gewitter heiß ersehnt werden, einfach weil....so schön, so lang, das ist doch nicht normal! So ein Osterwochenende mit endlos Sonnenschein und viel zu vielen köstlichen Schmankerln, da muss auch mal wieder einfach Gemüsesuppe gegessen werden und draußen der Regen herunterprasseln. Jetzt, da ich Gartenbenutzerin bin, teile ich die Sorgen des Landwirts. Diesen April hat es ungefähr genau dreimal geregnet. Es wird Zeit, dieses wahnsinnige Blühen und Grünen mit Wasser zu unterstützen. Ich habe zu Ostern einen Lammbraten gemacht, und er ist im Römertopf wie immer spielend gelungen, nachdem er über Nacht in Buttermilch mariniert wurde. Hat mir jemand geraten, und geschadet hat es dem Fleisch sicher nicht. Desolée, chère Smilla , aber ich mache es ja nur einmal im Jahr! Dazu gab es diesmal  grüne Bohnen und Spätzle. Die kann ich inzwischen aus dem ff: 300g Mehl mit zwei Eiern, Salz und etwas lauwarmem Wasser zu einem zähen Teig verrührt und durch den Spätzlehob...

Resterlverwertung

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Alle Fotos können durch klicken vergrößert werden! Am ersten Feiertag hatte ich die glänzende Idee, das übrig gebliebene Lammhaxerl mit einer Zwiebel durch den von ganz oben auf dem Küchenschrank runter gewuchteten Fleischwolf zu drehen (auch ich kann grausam sein, wenn auch nicht so grausam wie die verkommenen Finanzhaie im Tatort gestern abend ) und mit der verbliebenen Sauce aufzukochen. Der Fleischwolf ist eine Wunderwerk der Technik, dazu funktioniert er ganz ohne Strom, nur mit beträchtlicher Muskelkraft! ein Erbstück von meiner Tante Fränzi, der einzigen wirklich passionierte Köchin in meiner Familie (das heißt nicht, dass meine Oma nicht super kochte, aber eben nicht aus Passion, sondern um uns am Leben zu erhalten. Tante Fränzi hatte keine Kinder, nur ihren Mann, den Gustl, und den Dackel, Dixi).  Haschee ist ein Lieblingsgericht aus meiner Kindheit, die einzige Form, in der mir Fleisch schmeckte. Dazu gab's die bekannten Hasselbacks , als Grün etwas Fel...

Thank you and - good night

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Schöne Bescherung, gestern! Eigentlich wollten wir uns ja nichts schenken, und dann übertraf die Familie sich im Rahmen des "nur was Kleines" mit reizenden, liebevoll ausgesuchten, großzügigen Geschenken: Lippenstifte, Bücher, Guglhupfförmchen... Zum Essen hatten wir uns auf Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat geeinigt, gefolgt vom traditionellen Standkonzert auf dem Marktplatz, wo Grafing zwei Strophen von "Stille Nacht" mitsingen darf bevor es heim zur Bescherung geht. Dass im letzten Moment noch Schnee fiel, war ein besonderer Gag. Die Nachbarn kamen, wie immer, mit einem Teller Plätzchen (stöhn!) undefinierbaren Canapés und bezaubernden Weihnachtsgrüßen. Wir sangen auf Wunsch der Lieblingsnichte Weihnachtslieder in drei Sprachen (deutsch, bayrisch und englisch) und tranken den leckeren Sekt aus Monsaraz, für den Luisa eine Ausnahme von ihrer "NUR Handgepäck"-Regel gemacht hatte. Bevor Mutti mit temperamentvollen Gesten auch noch ein drittes Glas umnie...

Es ist vollbracht

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Ja was? Auf die fleischlose Woche folgte ein fleischliches Osterwochenende, das nur durch die Unmenge Schokoladeneier wieder ins Lot gebracht wurde. Ostersonntag war Familientag mit allen Ritualen, und gestern wagte ich mich an eine Lammkeule - und das auch noch im Römertopf, alles neu. (Lamm und Keule - das klingt so brutal! leg of lamb nennens die Engländer halt, etwas nüchterner.) Also ich kann nur sagen, nichts einfacher als das. Ich hab schon mehr Schwierigkeiten gehabt damit, drei paar Schweinswürstl zu braten. Dieser Römertopf, wie auch das Fondue-Set, ein Überbleibsel aus den geselligen Jahren meiner Mutter, das bei mir als Staubfänger rumstand. Ab jetzt mach ich alles im Römertopf: das Teil wird ein Stündchen in kaltem Wasser eingeweicht, dann legt man rein was immer gar werden soll, Deckel drauf, auf die unterste Stufe in den kalten Ofen und dann bei 160°C stundenlang garen, bis es fertisch ist. Kein Wasser, kein Fett, kein Wein, kein Noilly Prat oder wie das Zeugs heißt was...