Thoughts for a rainy day
Wie ich kommen viele FreundInnen jetzt rasant in das Alter, wo das R(ente)-Wort am Horizont auftaucht. Da wird dann schon mal die Frage gestellt: "kannst du dir vorstellen, nicht mehr zu arbeiten"? HALLO! Kann sich irgendjemand das nicht vorstellen? Ich als Freiberufliche bin sowieso daran gewöhnt, meine Zeit einzuteilen. Aber auch die angenehme Seite des angestellten Lebens - das gemütliche Ratschen in der Kaffeeküche, das Glas Wein nach der Arbeit, das gemeinsame Mittagessen mit den Mit-Arbeitern, das lässt sich doch auch ohne die begleitende Fron organisieren. Ich könnte mir fabelhaft vorstellen, keine Termine mehr zu haben, ohne Schuldgefühle stundenlang in blogs rumzuschnüffeln, nie mehr Excel-Charts zu erstellen, den ganzen Tag an einem Gericht herumzukochen und es zu fotografieren, jeden Tag jemand zum Essen einzuladen, bei schönem Wetter durch den Olympiapark zu radeln. Selber Nudelteig machen, mit der S-Bahn an jeden See fahren, gemütlich meine Lieblingsfilme anschau...