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Showing posts from March, 2021

Ein Kraut gewachsen

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  Schneeglöckchen und Wirsingblätter, beide so schön     snowdrops and savoy cabbage leaves, both beautiful Ich mache Krautwickel . Auf Instagram finde ich zahlreiche Rezepte und sehe, dass diese Wickel in Osteuropa als Sarma bekannt sind. Zufällig sind sie vegan. Normalerweise fülle ich sie mit Hackfleisch , aber dieses Mal mit einer Mischung von vorgekochtem Bulgur, kleingeschnittenen getrockneten Tomaten, Berberitzen - gewürzt mit Granatapfelsirup, Pul Biber (oder Chiliflocken), Ras-el-hanout (oder Muskatnuss und Zimt). *** I made these cabbage rolls which I find are known as Sarma all over eastern Europe.  I often filled them with beef and pork mince, but this time I wanted to do the "accidentally vegan" version. I mixed steamed bulgur with chopped sundried tomatoes and barberries, seasoned with pomegranate molasses, pul biber (chili flakes), ras-el-hanout (cinnamon and nutmeg are a good substitute). Im Ofen überbacken, ich bedeckte sie mit in Olivenöl gebratenen Semme

Pfannkuchen: gebacken, gerollt und gefaltet

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   Auch heute beginnen wir wieder miteinem Cartoon aus dem New Yorker So schaut es öfter mal bei mir in der Küche aus. *** This could be in my kitchen, when I am multitasking too much Wir leben immer noch in Zeiten des ausschließlich daheim Kochens. Es gibt zwar überall Essen, neudeutsch „to go“, aber es ist ja kein Vergnügen, auf einer Parkbank im Schneesturm zu essen. Und ich möchte auch nicht, dass sich wegen mir ein Deliveroo-Radler das Genick bricht. Man sehnt sich doch einfach danach, wieder mal gemütlich in einem Restaurant zu essen. Oder wenigstens im Schanigarten?     Home cooking is still the main  source of food, although there are quite a few take-away options. I don't like food delivery - the guys are risking their lives every day. And it’s still winter and no fun eating outdoors in a howling gale. Aren't we all longing to sit down inside a restaurant again? Or at least in a beer garden...     Dieser Pfannkuchen ist nicht nur ein Pfannkuchen. Er ist ein Wrap, und

Die Hefe macht, was sie will

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From The New Yorker Das Gefühl kenne ich.. *** I know the feeling Deshalb backe ich ja so gerne, falls es dann doch Hunger ist. Ich hatte im Kühlschrank von der letzten Lockdown-Hamsterphase (erinnert euch, es gab Monate ohne Hefe in den Läden!) zwei Würfel Hefe eingefroren. Jetzt fielen sie mir wieder ein und ich nahm einen raus. Innerhalb von Stunden war er nicht nur aufgetaut, sondern fing an, ganz eigenständig zu "gehen". Handtellergroß war der Würfel geworden, als ich wieder hinschaute. In meiner Panik füllte ich schnell eine Schüssel mit Mehl und machte eine Kuhle für Milch, in der ich einen ungefähr Suppenlöffel von der Turbohefe auflöste. Dann knetete ich den Teig, er war baatzig und ich musste mit der Spatel Ordnung schaffen. Über Nacht ging er schön auf, und in der Früh schaffte ich es, ihn so weit zu bändigen dass zwei Stränge draus wurden. Ich buk ihn, er kam raus und protzte mit seiner Schönheit. Aber - das Ding roch nur nach Hefe. Essbar, ja, so lange er frisch

Fattening the curve, oder: wir versüßen uns die restliche Pandemie

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Gestern, am internationalen Frauentag, trafen wir uns zum ersten Mal wieder mit Evi. Keine Sorge, nix Illegales, ein Haushalt plus one, oder wie Luisa meinte: früher hieß das drei Freundinnen. Wir konnten endlich wieder dreistimmig jodeln - im Freien, mit Blick aufs Brucker Moos. Und natürlich mit Abstand -  was für eine Freude für uns und für vorübergehende SpaziergängerInnen, die beklagten, dass das Singen schon fast zu einer verblichenen Erinnerung geworden ist. Niemand hat die Polizei gerufen um uns "ausheben" zu lassen. Es war herrlich.  *** Yesterday my sister and I celebrated International Women's Day by meeting up with our friend (that's what it used to be called before the pandemic. Now we call it one household plus one) to sing together for the first time in almost a year. Outdoors, of course, and suitable socially distanced. Passing promenaders remarked on the amazingness of hearing people sing again. No police was called. It was delightful.   Zum anschließ

Popover, to go

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Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und kann nicht mehr einschlafen. Eigentlich ist es ja egal, weil keine Termine und kein Wecker auf mich warten. Aber nachts eine Stunde wachliegen kann unangenehm werden, wenn die Geister der Vergangenheit oder der Zukunft mich heimsuchen. Deshalb habe ich jetzt eine Methode entwickelt, die besser als Atemübung und Schäfchenzählen funktioniert.  Das Alfabet. Ich finde entweder Namen (einfach), Städte, Länder, oder schwieriger, Nahrungsmittel.  Gestern nacht lag ich ewig wach, weil mir zu V einfach nichts Essbares einfiel. Verona fiel mir ein, und Vladivostock. Vivian und Vera. Hätte ich den Engländer geweckt, er hätte "veal" vorgeschlagen. Sagt er. Plötzlich fiel mir aber dann vitello tonnato ein und ich konnte endlich einschlafen.  In der Früh kam dann als Geistesblitz noch Vanille dazu.  Sogar zu X fiel mir was ein. Könnt ihr es erraten? Vielleicht könnte ich mit solchen Einschlafhilfen eine Menge Geld verdienen? Ach, und Y ist nat