Posts

Showing posts with the label Blätterteig

Fast food

Image
 So richtig mit kochen befasse ich mich erst ganz ganz langsam wieder.  Ich bin immer noch im Sommermodus, nach einer Ferienzeit mit viel Ausgehen in London und auch mit üppig bekocht werden - was eigentlich sehr nett ist! Aber zum Thema Rumfortküche habe ich mal schnell einen Beitrag: die Überreste dieser Reispfanne waren nicht ganz genug für zwei. Also habe ich noch eine Menge Käse gerieben und daruntergemischt, und das ganze ( ohne Ei, natürlich) in eine Blätterteighülle gepackt.  Und - Überraschung! Schmeckt hervorragend. Die Reispfanne war eine Mischung von braunem und schwarzem Reis, mit Zucchini, Paprika und Tomaten, nach dem Motto "hau dir ein Ei drüber". M-hm. I haven't quite gotten back into cooking, still in holiday and summer mode. In London we went out quite a bit, and I enjoyed being cooked for a lot! My friends are such good, unfussy cooks who don't take pictures of their meals for posterity, like me! But here I have a very nice fridge clearing...

Herbstblätter- und Blätterteigrauschen

Image
 Ich bin so begeistert. Und mir ist ein bisschen schlecht. Ich konnte mich einfach nicht beherrschen und aß nach dem legitimierenden Sonntagsspaziergang drei Stück von diesen absolut superfantastisch köstlichen Küchlein. Das Rezept gibt es, wie so oft, hier bei Micha . Gesehen und nachgebacken. Vor allem schon der Name: Kouign Amann, bretonische Blätterteigküchlen, die im Muffinblech gebacken werden. Mit einer guten Dosis Fleur de Sel. Das klingt nach Meeresrauschen am äußersten Ende von Frankreich, nach seltsamen Namen, kurz: nach Commissaire Dupin. Ich bin süchtig nach diesen Krimis von Jean-Luc Bannalec (er schreibt mir leider nicht schnell genug). Die Kouign waren wirklich sehr einfach zu basteln, wenn man den Falt-Anweisungen von Micha folgt. Und eben, wie gesagt, sensationall gut. Eine etwas kompliziertere Blätterteigversion fand ich übrigens hier, unter dem Namen Brioches Feuilletés. Die probiere ich demnächst, an einem der kommenden langen, dunklen Wintersonntage. ...

Ein Kuchen mit Gemüseanteil

Image
D arf ich die geehrte Leserinnenschaft wieder einmal auf die Vorteile des im Gefrierfach vorrätig gehaltenen, selbst gemachten Quarkblätterteigs aufmerksam machen? Von Rugalach bis zur St.Honoré-Torte , vom Apfelkuchen bis Millefeuilles und sogar Tomatentarte macht er alles mit, ist der Teig aus gleichen Teilen Butter, Quark und Mehl allzeit bereit und komplett köstlich. Ich habe diese Woche eine größere Menge Gelbe Rüben eingeheimst, deshalb gab es Mittwoch Ingwer-Karottensuppe, Donnerstag eine Menge köstlichen Karottengemüse s (Achtung: Genitiv!) mit Bulgur, mit Ziegenfrischkäse verfeinert, das wir auch am Freitag noch mit Genuss aßen. Am Samstag machte ich dann diese schöne, nagelneue Karottentarte, dazu die farblich harmonierenden Vitelottekartoffeln. Die Karotten wurden kurz mit Zwiebeln angedämpft und dann auf den Blätterteigboden gebettet. Oben drauf wird ein guter Schafskäse gebröselt und eine Mischung aus 3-4 Eiern und einem Becher Sahne gegossen. Gewürzt wird mit Salz,...

Ach, Rogalach! oder doch: Rugelach?

Image
Wieder einmal habe ich auf einem Blog etwas entdeckt, das mich zum sofortigen Nachbacken anspornte: die Rugalach von der Inselbewohnerin . Ich kannte diese köstlichen Hörnchen unter dem yiddish klingenden Namen "Rogalach" aus dem Café Mozart in London, wo eine Österreicherin die Rezepte ihrer Mutter für ein dankbares Nordlondoner Cafépublikum rekreierte: Linzer Augen, Sachertorte, Rogalach, und es gab sogar Bratwurst mit Sauerkraut! Café Mozart war eine Oase im pre-cappuccino-London und ein geliebter Erholungsplatz nach Spaziergängen in der Hampstead Heath. Wie so viele gute Dinge, gibt es das Café Mozart in dieser Form nicht mehr, es gehört jetzt zum danebenliegenden Café Kalendar, eins dieser normal-trendigen neuen Frischsaft- und Milchkaffee-Tankstationen - ok, könnte schlimmer sein. Und,  ja, die Rogalach: einfacher geht Backen wohl kaum. Man mache einen Allzweck-Quarkteig aus gleichen Teilen Butter, Quark und Mehl (ich würde mal mit 100g anfangen). Man kühle ih...

Südliches Rauschen

Image
 Der Föhn hat in zwei Tagen den ganzen Schnee weggefönt  und dafür die Berge wieder fünfzig Kilometer näher hergerückt. Endlich sah man wieder Sonnenuntergänge und saubere Autos. Nachts rauschten die Bäume und man hielt Kerzen bereit für den Stromausfall, der dann doch ausblieb. *** The west wind turned up to storm force and blew away all the snow while we were watching. The Föhn, an alpine air phenomenon, cleared the air, brought sunsets and moved the Alps a few dozen miles closer. It does that, don't ask how. Neulich machte ich einen Calzone - ihr ahnt schon,  wo ich das Rezept gefunden habe. Auch ich machte den Pizzaboden mit Blätterteig, den ich in großen Mengen mache und in kleinen Portionen einfriere. Er geht so: je 250g Butter, Quark und Mehl, Prise Salz, verkneten, ausrollen, falten, ausrollen und das ein paar mal. Das reicht für 3 Kuchen oder Tartes. Den Boden mit Tomatenmark oder Passata ausstreichen. Für die Füllung hatte ich Schinken, eine Mozarel...

Portugal in Bayern, erster Versuch

Image
Pasteis de nata (die Einzahl ist Pastel de Nata, hab ich mir von meiner Schwester sagen lassen) ist so ungefähr das einzige, was ich von Portugal wusste, bis ich vor ein paar Jahren endlich Portugal kennenlernte. In London gibt es ein unglaublich angesagtes Café Lisboa, das angesagt ist weil es eben überhaupt nicht trendy ist sondern genau so, wie die Cafébars in Lissabon sind. Dort lernte ich die kleinen zuckersüßen Teufelchen kennen. Es gab auch in Camden Town ein kleines portugiesisches Café, wo wir am Sonntag manchmal zum Kuchen kaufen fuhren. Hier in München habe ich sie noch nirgends gesehen. Aber neulich gab es welche bei Susa vom Blog 180° , da wusste ich - jetzt muss ich es auch mal probieren. Um es kurz zu machen - ich werde weiter üben müssen, aber geschmeckt haben sie sehr fein. Drei Dinge die ich falsch gemacht habe (lies und lerne!): Natas nicht in Papierförmchen backen, sondern in Silikonförmchen oder mit Butter ausgestrichene Muffinformen; Form bis obenhin ...

Blog-Schaltjahr: Leaps, no boundaries

Image
Heute vor genau vier Jahren, nämlich auch an einem Schaltjahrtag, begann mein Leben als Bloggerin . Dieser ist der 757. Eintrag, und insgesamt ist mein Blog *staun* fast 170.000 mal besucht worden. Eigentlich müsste ich heute aufhören, zwengs der Symmetrie. Ich mag aber nicht. Ich werde gnadenlos weiter bloggen, bis mir nix mehr einfällt und meine Leserinnen mit nachlassender Aufmerksamkeit andeuten, dass ich besser Schluss machen sollte. Und was bringt das bloggen? Mir hat es eine ganze Welt von interessanten Menschen eröffnet, die selber bloggen oder ihre Ideen als Kommentare einbringen. Und es hat sowohl meine Kochkünste als auch meine Fotos weiter gebracht, hauptsächlich durch das Studieren kreativer Blogs von anderen. Man kann vom Bloggen zwar nicht leben, obwohl es eine Art Arbeit ist. Aber ich habe in den letzten vier Jahren so viele Streicheleinheiten erhalten für meine Bemühungen, dass ich nie wieder Therapie brauchen werde. Dafür bedanke ich mich  hier ...

Food and the wheel

Image
Wenn Besuch kommt, mache ich am liebsten Apfelkuchen weil ich da ganz sicher sein kann, dass nichts schiefgeht. Dieser gelingt immer.Der Blätterteig wie gehabt, je 250g Butter, Mehl und Quark verkneten, ausrollen, zusammenlegen, nochmal rollen, zusammenlegen, in den Kühlschrank. Dann in drei Teile teilen - jeder Teil ergibt einen Kuchen, eine Quiche oder  Tarte. Einen Teil des Teigs vor dem Verarbeiten nochmal mit bemehlten Händen ausklopfen, rollen und verwenden. Äpfel in Scheiben darauf legen, zerstoßene Pistazien (oder auch andere Nüsse) drauf streuen, und Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser anrühren und drüberstreichen. When people come to visit, I like to make apple pie because unlike some of my more experimental efforts, it is foolproof and always edible. This one is the tried and trusted puff pastry made with 250g plain flour, quark and butter each, rolled, folded, chilled, and then the same again before use. Put lots of flour on the board for rolling p...

We'll eat again

Image
Zwischen den ganzen Umzugsaktivitäten habe ich tatsächlich auch mal gekocht, sogar gebacken. Dabei fand ich im  Blog "Küchentanz"   einen hochinteressanten Teig, der sicher zu einem Standard in meiner Küche aufsteigen wird: gelingt immer, ist wandlungsfähig und schmeckt in jeder Form gut. Im Übrigen war das ungefähr eines der wenigen Rezepte aus diesem Feinschmeckerblog,  das ich mir zutraue. Ach, Skrei habe ich auch gemacht, kurz in Butter gebraten, mit frischem Spinat und Kartoffelbrei. Der Quarkblätterteig ist lachhaft einfach: 250 g kalte Butter, 250g Quark - ich nahm 40% fetten - und 250g Mehl zu einem Teig kneten. Etwas kühlen, falten, nochmal kneten. In drei Portionen aufteilen, zwei für weitere Tartes einfrieren. Teig ausrollen, in eine Tarteform legen. Zehn Minuten blind backen: ich hatte keine Blindbackbohnen und nahm Kieselsteinchen, nicht ideal. Ich werde mir Blindbackdinger kaufen, unerlässlich. Eine große Handvoll Endiviensalat, in St...