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Borschtsch! Gesundheit!

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Am Wochenende waren wir in Hohenaschau, da gab es im sehr schönen Haus Kunst und Kultur eine Ausstellung, wo wir lang verloren geglaubte FreundInnen wieder trafen und sehr viel Spaß hatten mit Bier und Katzenzungen.  Als wir morgens im Hotel aufwachten - aus dem linken Fenster die Kampenwand und rechts das Schloss - war alles neblig und oben schon leicht angeschneit. Als Kinder sind wir da, ohne darüber nachzudenken, mit unserer Bergsteigermama hinaufgewandert. Aber in den Jahren in England, und überhaupt mit den Jahren, ist mir das Bergsteiger-Gen verloren gegangen. Und vor dem Liftfahren graust mir auch. Wo ich doch die Berge immer noch so liebe!  Klar ist, da müssen wir nochmal hin, und dann fahre ich auch - mit Todesverachtung - auf die Kampenwand, in der Gondel. Jetzt kommt also der Winter, und manchmal bedaure ich es, dass Weihnachten nur noch etwas ist, was man irgendwie überstehen muss. Lebkuchen seit Oktober in den Supermärkten! Glitzerzeug und Plastikkram, d...

Berg-Heilung und purpurne Spaghetti

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Man könnte sagen, dass meine Schwester und ich im Schoß des Alpenvereins aufgewachsen sind. Unsere Mutter war ein begeisterter "Bergfex" und Skifahrerin, wobei das Siegen nie ihr Ziel war: auch als Dritte von drei Teilnehmerinnen war sie zufrieden. Bei uns daheim war sie sowas wie die Vertreterin des Alpenvereins; wir verbrachten die Ferien unserer Kindheit fast nur im Schilager und auf Berghütten, verwöhnt von den "Mädeln" ihrer Mädelgruppe. Der Gruß "Berg Heil" kam uns ganz normal vor, genauso wie die Lieder, die so in Hütten gesungen wurden ("und mei Schwiegamuada des Schindaluada, hollari...!). Nach einer 25-jährigen Pause, in der ich in England die Großstadt und das Meer lieben lernte, lebe ich jetzt mit Genuss wieder in Sichtweite der Berge. Aus mir ist nie eine Bergsteigerin und Skifahrerin geworden, aber wie gerne treibe ich mich in den niederen, gemütlichen Regionen herum - von Samerberg bis Südtirol fühle ich mich sofort wohl, wenn ich...

Rote-Rüblikuchen

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 Es fällt vielleicht auf, dass dieser hübsche Kuchen nur auf einer Seite mit Frischkäsezuckerguss glasiert ist.  Das kommt daher, dass ich seit Tagen an einem seltsamen Bauchgrimmen leide (und deshalb schlecht schlafe), und zum ersten Mal in meinem so gesunden Leben den Verdacht habe, dass ich vielleicht zu viele Milchprodukte zu mir nehme. Wo ich doch Käse...und Schlagrahm...und Milchkaffee...so liebe. Aber vielleicht lieben sie mich gerade nicht. Demütig habe ich mich deshalb heute, aber nur für ein paar Tage, probeweise, auf milchfreie Kost umgestellt. Mal schauen wie das läuft. Das wunderschöne Glas-Ei ist übrigens vom Flohmarkt in Lissabon.  Und jetzt zum Kuchen, denn ohne...verdammt.. ohne den geht gar nichts. Es ist ein seltsamer Kuchen, auf den ich über den Umweg vom Karottenkuchen kam. Ich habe ziemlich viele rote Bete zur Zeit, und dachte mir: was mit Karotten geht, müsste eigentlich mit Beten auch gehen. Ich will's nicht zu spannend machen...

Rote Überraschung

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In der Hoffnung, die sonnigen Toskanatage hier im graunebligen Münchner Umland fortzuspinnen, machte ich mich an die famosen Gnocchi. Kürbis war nicht zur Hand, dafür eine Steige rote Bete von Nachbars Acker. Also machen wir halt rote Gnocchi. Sie gelangen hervorragend, schmecken wunderbar, aber - sehen leider aus wie rohes Kalbsgeschnetzeltes. Also: Vegetarier und Veganer jetzt wegschauen! *** In a desperate attempt to cling to the sunny Tuscan food vibes in this grey and foggy late September I attempted the gnocchi project. Instead of pumpkin, which I didn't have, I thought I'd use one of the many beetroots waiting in my cellar. and it worked a treat, they tasted fabulous but...looked like raw meat, not exactly a treat for vegetarians. Und so geht's:  Eine große rote Bete weichkochen (im Ofen gebacken verliert das Gemüse schneller die Flüssigkeit, sagen die Fachfrauen). Mit dem Gerät deiner Wahl pürieren - flotte Lotte, Kartoffelpresse oder Küchenmaschine, wer h...

Cool snacks

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Bei dieser Kälte schrumpft meine Wanderlust aufs Minimum, was ich von meinem Appetit eher nicht sagen kann. Gerade jetzt macht es Spaß, in der warmen Küche Neues auszuprobieren. Letzte Woche sah ich in der englischen Tageszeitung Guardian, dass in Londons trendigen Cafés eine neue kleine Zwischenmalzeit aufgetaucht ist für die Schönen und Schlanken: pochierte Eier auf roten Beten (auf Spinat ist es ja inzwischen "a oida Huad!"). Ich habe es also für meine Freundin S. und mich nachgekocht, mit einer zusätzlichen Schwammerlbeilage. Und siehe, es war köstlich! Das Rezept könnte einfacher nicht sein: pro Person eine gekochte rote Rübe grob raspeln, mit Salz und Pfeffer und einem winzigen Schuss besten Olivenöls würzen und darauf ein pochiertes Ei platzieren. Wie das geht? Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, einen Schuss Essig dazu und schnell umrühren, dass ein Strudel entsteht. Das Ei in einen Schöpflöffel schlagen und vorsichtig i...

Drei Mittagessen und eine Reise nach Ulm

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Alfajores? Schnee von gestern. Dazwischen war ich mal kurz in Ulm, Freundinnen treffen. Wenn man lang genug sucht hinter den Horrorfußgängerzonen, findet man eine schöne Altstadt. Das Münster haut einen um - vor allem innen, wenn die Sonne durch die Glasfenster fällt, da hört man schon ein paar Engel singen (passiert bei mir eher selten). Wir assen am Donauufer zu Mittag, in der Sonne! Sonntag beim Mütterlein, hab sie in die Sonne rausgelockt und dann gingen wir Knödl bzw. Spatzen mit Soß' essen (alles handgemacht, in Netterndorf). Mehr gab's nicht, weil wir so vornehm spät Mittag essen gegangen sind ("nur noch Brotzeit"). Heute wieder Hallo Laptop, und ein inspiriertes Mittagessen: ich habe jetzt einen perfekten Dreh für pochierte Eier: einfach zwei so chinesische Schälchen mit Butter ausstreichen, Ei rein und das ganze ins kochende Wasserbad, Deckel drauf, fertig in ca. 4 Minuten. Dazu gab's eine Brezenstange mit Pfefferquark, und Rote Beete "carpaccio...

Suppenkasperl

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Meine Schwester meint, ich bin krank geworden weil ich das Arbeiten einfach nicht mehr aushalte. Für den Engländer ist es klar: die Krankheit überfiel mich genau in der Nacht, nachdem wir die letzte Folge von The Wire angeschaut hatten. Ich glaube, ich habe einen von diesen Viren erwischt, die einem helfen dabei, mal einen Tag wirklich keine Nahrung zu sich zu nehmen (und zu behalten). Ich habe jedenfalls fast 24 Stunden geschlafen und heute geht schon wieder ein Süppchen aus Kürbis, Kartoffeln und Zucchini, aufgemotzt mit einem Schuss Motoröl. Ich meine natürlich steirisches Kernöl. Und das war die letzte Mahlzeit bevor ich krank wurde; bitte zieht daraus keine voreiligen Schlüsse. Der Quinoabrei mit Vanille-Schafsyoghurt und Preiselbeeren schmeckte wirklich ganz lecker, wie Reisbrei. Ich werde ihn bloß so schnell nicht mehr machen. (An alle, die in Neuhausen wohnen: Kennt ihr den Typen aus dem Bayrischen Wald, der mit einer Einkaufstasche rumgeht und willkürlich Leute a...

Kochclub

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Vielleicht klappt es ja mit dem Kochclub, bisher habe ich scheinbar schon drei Köchinnen mobilisiert! Abwarten und weiterkochen. Heute gibt es zum Beispiel eine Rote-Beete-Suppe, das Rezept fand ich - wo sonst - in einem Kochblog . Ich hab geschwindelt und 3 vorgekochte Beete genommen - es gibt sie vakuumverpackt, oder oft bei guten Gemüseläden auch offen. Der Wasabi kam aus der Tube von Thomy, weil ich Rezepte immer gerne auf Massentauglichkeit prüfe. Leserinnen - es funktioniert: Zwiebeln in wenig gutem Sonnenblumenöl anbraten, nicht bräunen. Drei gewürfelte rote Rüben und zwei geschälte gewürfelte Kartoffeln rein, Gemüsebrühe drauf, je nachdem wie dick ihr die Suppe wollt. Heute habe ich einfach Biobrühwürfel aufgegossen. Wenn sie fertig ist, mit Zauberstab kleinrühren. Wasabipaste mit Milch verquirlen - diese Cappuccino-Quirler eignen sich da - bis der trendige Schaum entsteht. Dill (oder irgendein Grünzeug was herumliegt) und ein paar rote Pfefferkörner zum Verzieren. Hier ein Tip...

Schöner essen

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War am Samstag auf dem Viktualienmarkt (Nicht-Münchner: ein teilweise ein bisschen lächerlich überteuerter jedoch wunderschöner Markt im Zentrum) und fand diese interessanten Rübenvarianten. Anderswo werden die wohl an die Kühe verfüttert, auf dem VM bezahlte ich zwei Euro für die drei Dingerl. Was für ein Model ja nichts ist! und auch noch essbar. Als Suppe (die weißen, zusammen mit ordinären roten Beten und Kartoffeln) und als Salat mit Kernöl (die Salami-Imitate, sehr fein geschnitten, sehr fein). Dazu gab es frische Birnen- und rote Bete-Säfte. Allerdings war dann heute erst mal Pause mit B. Es gab mehr so S-Sachen, wie Schweinebraten, Schlagsahne, Schoko-Mousse... drauf klicken! psychodelisch. Saturday I visited Munich's market-cum-tourist attraction, the Viktualienmarkt. It really is too lovely, especially early in the morning before it gets ludicrously busy. The prices are a bit on the boutique side, but they have stuff you would have to travel far to get cheaper. For exampl...

Food starting with a B

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Von meinem jüngsten Kleiderkauftrip kam ich, wie üblich, etwas ernüchtert und voller guter Vorsätze heim. Ich würde es niemals Diät nennen (funktionieren nicht, weiß man ja, Jojo-Effekt und so). Aber an weniger essen glaube ich schon und will mal ausprobieren, wie lange ich es ohne Schoko/Lebkuchen und Co. aushalte. Zum Glück habe ich eh keine Zeit zum Backen. Also gab's heute Bismarckhering mit Broccoli und rote Bete, lecker,gesund und alliterativ. Irgendwie verspüre ich schon noch einen unbestimmten Hunger. Das Radfahren fehlt mir auch. click on it! A recent shopping trip left me, as usual, full of good intentions to lose some of my spare tyre. While I would never call it dieting, I am trying out how long I can live and eat without having too much cake, chocolate, fatty cheeses etc. So today I made myself a healthy hearty lunch of beetroot, Bismarck (soused) herring and broccoli. Very tasty - but somehow there is a hole to be filled...I miss cycling...