Ein bisserl Kulturschock
Gestern war ich im Kino. Und es war toll. Eigentlich wollte ich den Film "20,000 days on earth" garnicht sehen, denn obwohl ich die Musik von Nick Cave & The Bad Seeds liebe, und wir die CD "Push the sky away" kauften (und ich die Band sogar in Londons Hammersmith Palais (1985) gesehen hatte), fand ich ihn immer unsympathisch. Er hat so was Vampirisches, morbides, fast Erschreckendes. Überraschung: Nick Cave - oder der Mann, den Nick Cave hier spielt - hat Humor, Selbstkritik und natürlich viel Stil. Der Film ist eine ziemlich gute PR-Übung für ihn, man kommt raus und denkt - mei ist der begabt, und soo sympathisch, vielleicht mag er sogar kleine Kätzchen. Und die Musik - vor allem das letzte Stück - Jubilee Street - haut dich um. "Er schüttelt seinen Körper und singt immer wieder I'm transforming, I'm vibrating – look at me now . Dann hebt er förmlich ab: I'm glowing, I'm flying – look at me now . Cave ist nicht der Baum im Stur...