
Der Wald.... Inzwischen ein Lieblingstatort - wenn wir Krimis fernsehen, stöhnt der Engländer schon immer "oh no, not the woods"! Völlig unrealistisch natürlich, die meisten Morde passieren ja daheim. Sicherer als im Wald ist eine Frau wohl nirgends. Als Kinder durften wir noch allein im Wald spielen und auf Bäume klettern; unser Kletterbaum stand an der Mariensäule…Sonntags gingen wir im Dobel oder im Ebersberger Forst spazieren, Oma hatte ihre Hängematte dabei die zwischen zwei Bäumen aufgespannt wurde und wir spielten Federball oder suchten Beeren. Damals wuchsen noch massenhaft Himbeeren im Wald, und Luisa und ich verdienten eine Mark wenn wir der Gemüsehändlerin, Frau Appler, ein Körbchen Himbeeren brachten. Ich finde es immer noch seltsam, wenn diese ganz normale Freizeitbeschäftigung jetzt als Waldbaden verkauft wird. Irgendwie ist der "Event" in jede Falte unseres Lebens gekrochen. Und es hat natürlich auch mit Selbstmaximierung zu tun. Normales Wahrnehmen ...