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Überlebensküche

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Nach nur zwei Wochen Kochen fürs Mütterlein, zweimal täglich, war es so weit - die Lust am Kochen ist mir granatenmäßig vergangen. Grenzenlos bewundere ich meine Schwester, die es die meiste Zeit schafft, eine Mutter zu verköstigen deren Interesse am Essen gegen Null geht. In diesen zwei Wochen habe ich nichts für mich gekocht, die Inspiration verließ mich. Ich habe mit Mütterlein Pfannkuchensuppe und Krautwickel, Spinat und Spiegelei, Brotsuppe ("de hob i mir anders vorg'stellt") und Arme Ritter gegessen. Nur bei der Haferflockensuppe bin ich ausgestiegen. So ähnlich muss es sein, sich tagtäglich was für mäkelige Kinder einfallen zu lassen. Kinder habe ich nicht - ich hatte nur Wohngemeinschaft, und da war nichts unmöglich.  *** Currently, I am not in the right mood for creative kitchen work, after cooking for my Mum these two weeks. For her, I had to cook something she recognises as food; soups and dumplings and spinach (yes, she likes spinach), and quite of...

Ach, Rogalach! oder doch: Rugelach?

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Wieder einmal habe ich auf einem Blog etwas entdeckt, das mich zum sofortigen Nachbacken anspornte: die Rugalach von der Inselbewohnerin . Ich kannte diese köstlichen Hörnchen unter dem yiddish klingenden Namen "Rogalach" aus dem Café Mozart in London, wo eine Österreicherin die Rezepte ihrer Mutter für ein dankbares Nordlondoner Cafépublikum rekreierte: Linzer Augen, Sachertorte, Rogalach, und es gab sogar Bratwurst mit Sauerkraut! Café Mozart war eine Oase im pre-cappuccino-London und ein geliebter Erholungsplatz nach Spaziergängen in der Hampstead Heath. Wie so viele gute Dinge, gibt es das Café Mozart in dieser Form nicht mehr, es gehört jetzt zum danebenliegenden Café Kalendar, eins dieser normal-trendigen neuen Frischsaft- und Milchkaffee-Tankstationen - ok, könnte schlimmer sein. Und,  ja, die Rogalach: einfacher geht Backen wohl kaum. Man mache einen Allzweck-Quarkteig aus gleichen Teilen Butter, Quark und Mehl (ich würde mal mit 100g anfangen). Man kühle ih...

Selbstversorgt und - hoppala - vegan

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Was der Garten gestern hergab: knallrote Tomaten und Peperoni, grüne Böhnchen, Klaräpfel für den sonntäglichen Apfelkuchen *** Yesterday's loot from the garden: fire engine red tomatoes, green beans and early apples for Sunday's apple pie Dank meines kontinuierlichen Erntesegens gab es neulich diesen zufällig veganen Tomatenreis  Basmatireis wie immer im Bett gekocht: d.h. eine Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser aufkochen, in Zeitungspapier wickeln und im Bett gut eingepackt fertigkochen. Da bleibt er dann stundenlang warm.  Er wird mit einer aus meinen Tomaten (ganz) und einer halben Peperoni mit einer in Olivenöl angebratenen Zwiebel, kleingehacktem Knoblauch (q.b.) und Oregano langsam zusammengeköchelten Tomatensoße gemischt. Dazu von Nachbars Acker gewürfelte, in Olivenöl gebratene Zucchini mit Petersilie, gewürzt mit Sojasoße. So, I ended up making an accidentally vegan dish : long grain rice cooked in my usual way, one third grains, two thirds water heate...

Rote Knödel und sommerliche Felder

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Abends ist alles Gold, was da so glänzt im immer früher werdenden Dunkel. Und morgens wabern schon die Nebel übers Moos, und die Spinnwebenhängematten im Gebüsch. *** Evenings are drawing in, all is golden and shiny indoors. Mornings break with mists wuthering over the moor down the hill, and with cobweb hammocks in the bushes.  Ich bin auch wieder voll mit Kochexperimenten beschäftigt, endlich macht es mir wieder Spaß, meinen Nachkoch-Rezepteberg anzugehen. Seit langem wollte ich die Rote-Bete-Gnocchi, die im Fischmeister in Ambach immer als "Palle Rosse" auf der Speisekarte standen, mal ausprobieren. Weil ich kein Rezept dafür hatte, habe ich ein Kartoffelknödelrezept adaptiert, werde aber demnächst auch eine Version mit Ricotta ausprobieren. *** Suddenly my zest for cooking has returned, and I am feeling a rush of energy that's inspiring me to tackle my backlog of recipes. One experiment I have been wanting to try out are the famous "palle rosse"...

Wo ist eigentlich...

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  ...meine wunderschöne Filzkette? meine obercoole Ledermütze vom Camden Lock? meine rote Strickjacke aus einer kleinen Boutique hinter der Münchner Freiheit, die mir so gut gefiel, dass ich damals die unglaubliche Summe von 100 Mark dafür ausgab? Immer wieder sehe ich alte Fotos, an denen mir auffällt, dass mir irgendein geliebtes Stück einfach abhanden gekommen ist auf dem sogenannten Lebensweg. In einem langen Leben erwirbt man verdammt viele geliebte Objekte; von manchen trennt man sich beim Versuch, "loszulassen". Andere sind dann einfach mal weg. *** Yes - whatever happened to my lovely felt necklace? Where's my super cool black leather hat from Camden Lock? my red cardigan that I loved so much that I spent the horrendous sum of a hundred DM on it? I keep seeing pictures that remind me of once beloved objects that have mysteriously disappeared in the course of my life. Some I discarded in a spurious attempt at being Buddhist, others just vanished into thin ai...

Canapés fürs Kanapee

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Zwischen Regengüssen geht immer mal wieder ein bisschen Natur *** In between the frequent rain showers, there are little spaces to enjoy nature Die Lieblingsnichte hat mir mir neulich diese praktischen Mürbteigtartes mitgebracht, und gestern hatte ich endlich Gelegenheit, sie zu füllen und anzubieten. Man kann ja echt alles damit machen - ich entschied mich für eine würzige Füllung aus Frischkäse, gemischt mit Feta, Kräutern und kleingehackten Radieserln. Schmeckt himmlisch zu einem feinen Rieslingsekt (oder auch zu Schilchersekt, den ich mir endlich mal wieder in München besorgen muss, bevor der Sommer ganz vorbei ist). Wie man sieht, schien ja sogar die Sonne. Und dieses bisserl Sonne wurde natürlich wieder für einen Besuch im Steinsee genutzt. My best-of-all-nieces recently gave me these tiny and quite delicious shortcrust tarte cases, and this weekend I finally found a use for them. I turned them into these very tasteful canapés, made with a filling of cr...

Wärmendes Süppchen für einen winterlichen August

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Ich kann es einfach nicht lassen. Natürlich habe ich (fast) jeden Tag gekocht, oft auch fotografiert. Und obwohl ich das Gefühl habe, dass alles schon mal da gewesen ist - es wird halt jedes Mal besser.  Und manchmal gibt es was ganz köstliches zu entdecken. Einfach und doch ungeheuer umami ist diese Rote Bete-Cremesuppe mit Meerrettichnockerln, gesehen irgendwann mal bei der Schweizer Blogeminenz, lamiacucina (den Eintrag konnte ich dort leider nicht mehr finden) , und abgelegt unter "irgendwann im Winter nachkochen".  Na also, passt doch. *** No-one, including myself, really believed that I could stop taking pictures of my food and post it here. Although I sometimes feel I have tried and posted every dish I will ever be able to produce, there is always a better way of doing it.   And sometimes I find things that seem familiar, like beetroot soup. Some time ago, I found this recipe on a certain seminal Swiss foodblog, and saved it for a chilly wi...

Neuorientierung auf alten Wegen

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  Das Yoga, verwoben mit Jodeln statt "Omm", ist eine Tradition geworden, die uns, in verschiedenen Besetzungen, Jahr für Jahr am Wochenende vom "Ferragosto" nach Südtirol zieht.    Every year around the weekend of the "ferragosto" holiday, a varying group of women friends descend on the hills of Northern Italian South Tyrol to walk, sing and indulge in yoga sessions. Wir wandeln immer gerne auf den vertrauten Wegen***We always like to visit our old haunts Ein Sträußchen für den Frauenbuscheltag an Mariä Himmelfahrt, gern gepflückt trotz oder wegen meiner weitgehend heidnischen Weltanschauung ***  Enjoyed picking a special bunch of flowers and herbs for a special women's holiday that coincides with "St. Mary's Ascension", despite my largely agnostic outlook. Am Stroblhof, wir warten auf unsere Belohnung *** Waiting for treats to come in our favourite café Es gibt einen Grund, warum es hier keine Fo...