Sonntagsessen aus der Vorratskammer
Bis etwa 17h am Sonntag, als das Gewitter losbrach - was für ein traumhaftes Wochenende. Außer ab und zu bei der hustenden und niesenden Mutter reinzuschauen (in sicherem Abstand) und ihr Kartoffelbrei und Spargelsuppe zu kochen, war es nur ein entspanntes, sonniges Dahinleben. Auf der Terrasse essen, langer Spaziergang an der Moosach mit kurzer Abkühlung im eiskalten Wasser. Bratkartoffeln, Kuchenreste. Donna Leon glotzen, einfach daheim rumhängen. Er: Sudoko, sie: Kreuzworträtsel. Er: Wäsche aufhängen, sie: Nudeln fotografieren. Er: spielt seine neuesten Downloads ganz altmodisch auf der Stereoanlage ab, sie: schaut, auf dem Sofa liegend, die neuen Kochbücher an. So stereotyp geht's zu bei uns. Aber nach einem Leben der permanenten Rebellion habe ich mir das bisserl happy Spießertum ehrlich verdient. Am Sonntag machte ich also Pappardelle: aus 2 Eiern und 200g Hartweizenmehl mit etwas Olivenöl und einem Schuss Wasser einen elastischen Teig kneten. Die Teigkugel ein halbes ...