Mehr Licht als Schatten

 Vor ungefähr 6 Jahren wurde mein linkes Auge operiert und in den letzten Wochen merkte ich, dass es immer schwächer wurde und sich eine Art Schleier drüber legte. Panik! Zum Glück bekam ich sofort einen Termin bei einer sympathischen, kompetenten Augenärztin, die mich beruhigte - anscheinend ist das eine bekannte Spätfolge dieser OP und kann ohne weiteres weggelasert werden - das dauert aber noch etwas...
Wenn der Körper SOS-signale gibt, merkt man erst, was für ein Glück es ist wenn alles funktioniert!
Zur Feier des Tages der erste kreischende Sprung in den Steinsee! Daheim brauche ich dann was zum Aufwärmen, denn so richtig lauschig ist es noch nicht.
Da passt doch dieser Kichererbsengemüsetopf mit Bulgur, einfach, schnell gemacht und köstlich.
Den Bulgur im Verhältnis 1:2 mit Wasser aufgießen, kurz aufwallen und bei kleiner Hitze quellen lassen.
2 Karotten und ein Stück Sellerie aus den Tiefen des Kühlschranks würfeln, in Olivenöl anbraten
Eine Handvoll Champignons stückeln und dazugeben, salzen. Ich hatte keine Dosentomaten, also warf ich die restlichen Cocktailtomaten in den Topf, dazu ein paar Löffel Tomatenmark.
Mit Gemüsebrühe* aufgießen. Eine halbe Dose Kichererbsen - gut abgespült - dazugeben und köcheln, bis das Gemüse durch ist. Gewürzt habe ich mit Salz, Ras-el-hanout, etwas Chili, Knoblauch und Cumin.
Zum Schluss kommt Zitronenabrieb und Zitronensaft darüber - im Originalrezept wird auch noch hübsch mit Zitronenscheiben dekoriert.
Eigentlich gehört auch Koriander dazu, aber den hier frisch kriegen? Also dekoriere ich mit Minze und Estragon - die einzigen Kräuter, die diesen harten Winter auf der Terrasse überlebt haben.
Estragon scheint extreme Temperaturen zu lieben, er sprießt wie wild. Der Rosmarin dagegen ist starr und stockbeleidigt, ganz zu schweigen vom  Oleander. Den Oleander habe ich dieses Jahr einfach draußen vergessen, also hat er Selbstmord begangen. Dagegen habe ich den Lorbeerbaum liebevoll im Keller vor dem Frost versteckt, und er wächst, grünet und blüht.

*Gemüsebrühe wie immer aus Gemüseresten, dem Kochwasser von Brokkoli etc. Dann gieße ich sie heiß in ausgewaschene Marmeladegläser, stelle die auf den Kopf und, wenn abgekühlt, hält sie sich ein paar Tage im Kühlschrank (danke an Hanne für diesen Einglas-Tip!).

 *** **** *** ****

I had a bit of a scare about my eye recently, it was cataract-operated some years ago and has begun to veil over. Panic about losing my eyesight... Luckily I got a quick appointment with the eye doctor (these appointments are like gold dust!) and she reassured me about this being a delayed effect of the op and it can be lasered. Whenever I get that appointment...

It has been quite spring-like and I had my first full dip in the lake yesterday - funny to think it was frozen over only a few weeks ago. Afterwards, I warmed myself with this delishous chick pea dish. which I adapted slightly: tarragon instead of coriander which is hard to get hold of here. For liquid I use vegetable stock that I make from all kinds of leftover bits of veg and store in the fridge in jars. Very handy!
Tarragon, by the way, is one of the only two herbs that survived the winter on my terrace, it thrives in 40°C temperature differences!

The other survivor was mint, and the bay tree I managed to save by moving it to the cellar. But my splendid oleander which I brought over from England has given up and died of frostbite!

Comments

  1. Ein Glück, dass du verlinkt hast zu diesem Post mit der letzten OP. Darin (oder in der Nähe davon) hast du nämlich verlinkt auf eine Schokoladenmousse, die man mit Plätzchenteig zu Winztörtchen bauen kann. DAS hab ich ab sofort auch immer vorrätig. (Ich kaufe ja aus Disziplingründen seit gefühlten 20 Jahren keinen Tiefkühlschrank für im Keller - der Stromverbrauch, brauchen wir gar nicht, kein Platz, zu teuer, wann frier ich schon eine halbe Sau ein), aber vielleicht mach ich jetzt dann einfach mal so viel Vorräte, dass ich husch zum Gerätediscounter muss und mit dem Fahrradanhänger einen herumschleppen MUSS, damit das Zeug nicht schlecht wird... Verfressene Grüsse, J aus Z und allerbeste Besserung dem Adlerauge, trübselig zum Frühjahrsbeginn geht ja gar nicht. (Allerdings ist es ja andererseits die perfekte Ausrede, weswegen man (auch dies Jahr) keinen Frühjahrsputz machen kann!)

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    1. Liebe J. es freut mich dass ich die Umsätze der Gerätediscounter ankurbeln kann! Im übrigen habe ich am Samstag einen Rappel gekriegt (zu viel Sonne!) und alle fenster geputzt, jetzt sieht das lahmende Adlerauge auch wieder mehr von der Landschaft. Liebe Grüße nach Z!!

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  2. die "gesunden" haben zig wünsche zu erfüllen
    die kranken nur einen einzigen
    +
    es lebe die krankenversicherung für alle!
    gruß tara :-)

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    1. Rätselhaft wie immer - Tara, ich grüße dich!

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    2. liebe ilse,
      jaaa - etwas rätsel - aber das liegt nur an dem mini-raum im kommentarbereich, der so verkürzt genutzt werden muss. epische längen-quatscher/quer-denkerInnen haben da keine chance auf kurze klare ansagen ;-)
      gruß tara

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  3. Möge sich alles zum Guten entwickeln, Ilse. Was für ein Glück, dass heute in der Medizin mehr möglich ist als noch vor 10 oder 30 Jahren.

    Diese Schatten-Bilder sind interessant und führen eine dazu jetzt bei Sonne nach dem Schatten zu schauen. Um ihn ggfs. zu fotografieren. *lächel*

    In einer Sendung mit Laien-KöchInnen sprach einer von Ras-el-hanout. Da musste ich gleich an Dich und Dein Essen denken.

    Beste Grüße aus dem frühlingshaften Norden
    Oona

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    1. Danke für das Bemerken der Schattenbilder! Eine Fotografin eben...

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  4. Deine Schattenbilder werden immer raffinierter! Toll :) Gut, dass sich das mit deinem Auge behandeln lässt! Mein Mr. B hatte vor ein paar Monaten kein Glück mit seinem rechten Auge.....Jetzt hüten wir das linke ganz besonders. Liebe Grüße......

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