Auf der Suche nach Schnee

 
Ein paar Tage in der Nähe der Berge - das ist wie ein kleiner Urlaub. Wieder mal im Hotel, die Freiheit, fünf gerade sein zu lassen. Ein paar Schneeflocken auf den Bäumen in Aschau, wie japanische Tintenzeichnungen. Aber kaum über die Grenze nach Österreich in Sachrang kam die Sonne raus, überall lag dick Schnee, quietschbunte kleine Kinder fuhren auf den so genannten Zwergerlpisten herum, alle froh. Wir Kaffee auf der Hausbank vor einem Gasthof. Zwei Tage mit sehr viel Essen - die Portionen in bayrischen Gasthäusern sind unmenschlich, und als nachhaltige Zeitgenossen essen wir auf. (Unfassbar, ganz nebenbei, was die wohl alles wegschmeißen, denn an Schweine darf man ja Essensreste auch nicht mehr verfüttern).
Am Abend schauten wir kurz in das Jahreskonzert in Aschau rein - viele Zuschauer in Tracht - zu unserer Überraschung spielte das gedirndelte und getrachtelte Orchester nicht, wie erwartet, bayerische Klassiker, sondern Stücke von Queen und den Beatles. Wir entfleuchten.
Ich versuchte abends im Bett, einen Roman der Nobelpreisträgerin mit Genuss zu lesen, aber nach etlichen Stunden stieg ich um auf einen isländischen Krimi. Ich glaube, ich bin definitiv zu blöd für Nobelpreisträger (manche, find ich übrigens, sind zu blöd für mich).  
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A couple of days near the Bavarian mountains - they say "a change is as good as a rest, and a rest is as good as a holiday". It's true. Hotel, feet up, someone else does the cleaning. Country pubs -  the quantities they feed you - like there's no tomorrow. Later, we read our books in bed cos there isn't much to do after 10p.m.
I tried to read a novel by Olga Tokarczuk, but after a couple of hours effort, I downgraded to an icelandic thriller. Not made for Nobel Prize winner type literature, I think.
The days were a bit gloomy our side of the border, but we managed a coffee sitting outside in the Austrian sun.
 nice churches and gloomy skies
 Humungous food portions in Bavarian country inns
We gatecrashed a concert of a band all dressed in traditional costume, expecting some down-home Bavarian music. What did they play? Queen!! Bohemian Rhapsody. A Beatles medley. RUN!!
But the children were so sweet, allowed to stay up late, excited, three little girls to two stools... 
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Das Konzert war voller entzückender Kinder, zumeist in Tracht, die Mäderl zu dritt auf zwei Hockern
Tiny tots on the tiny tot ski pistes over the Austrian border
Zum Schluss blieb nur noch eins übrig: Kuchen kaufen beim Dinzler am Irschenberg
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In the end, the only thing left to do was buying a bunch of cakes in a posh motorway cafe

Comments

  1. verspätete neujahrswünsche lasse ich da. die schnitzelportion ist für gute esser. lass dir alles schmecken. das leben ist zu kurz für enthaltsamkeit!

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  2. Schnee! Schön :) Die bayrischen Wirtshäuser mit den Riesenportionen machen mich sprachlos.....Der Dinzler macht's richtig - klein, aber fein :)

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  3. WIe schön im frisch begonnenen Jahr so ein paar schöne Tage an denen es einfach alles frei ist! Das klingt gut und erholsam! Schnee und gutes Essen, Kaffee in der Sonne schnurrend an der Hauswand. Lass es dir auch in diesem Jahr gut gehen! Herzlichst Ellen

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  4. Sehr gscheit, ihr habt das Jahr offenbar gut begonnen, sogar mit SCHNEE und die Törtchen schauen ja allerliebst aus. Bei den Portionen wird mir allerdings ganz anders... na gut, dass ihr ein Weinchen zum runterspülen hattet. Hier in Österreich ist es seit heute etwas grüner geworden, so soll's sein, liebe Grüße aus dem schneelosen Weinviertel, Bettina

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    1. aber ja! gratuliere herzlichst zur neuen Regierung. Manchmal brauchts ein bisschen ein Erdbeben. hab's gut, liebe Bettina!

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  5. Die Schnitzelportionen haben wahrlich was unanständiges. Aber man hat drei Tage was zu essen - ich sage nur: Schnitzelsemmel!

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  6. mir gings mit Nobelpreisträgerliteratur ähnlich...danke dass Du so ehrlich bist !!! Da gehts nicht mehr um Geschichten hab ich den Eindruck, sondern um verkopfte Sätze, Abschweifungen und einfach nicht packend....ermüdend....lb. Gruß

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