Ich glotz TeVau
Es gibt ja Menschen, die mit Stolz von sich sagen, sie würden nie fernsehen, oder sie hassen vor allem Krimis. Ich bin stolz darauf, dass ich in meinen 25 Jahren England viele glückliche Stunden vor dem Fernseher verbrachte und dadurch tief in die englische TV-Kultur eintauchte. Natürlich habe auch ich meine Grenzen - brutale Krimis mit Ritualmorden und Frauenmorde als Unterhaltung nein danke. Dem sogenannten "bildungsfernen" Fernsehen, Reality Shows und alles mit Heidi Klum, konnte ich noch nie was abgewinnen. Diese Art von Sendungen, in denen man fremden Leuten bei ihrem Privatleben zuschaute, fing in England an mit Big Brother und hat mich echt nicht interessiert.

- Mutter/Vater gestehen den Mord, haben aber keine Ahnung wie er begangen wurde. Sie schützen natürlich - Überraschung - den Sohn/ die Tochter
- Hatte er/sie Feinde?
- Person fällt mit dem Kopf auf eine Kante und ist sofort tot. Der Mörder: „Das wollte ich nicht!“
- Beim Verhör: „…das müssen Sie mir glauben!" glaubt natürlich niemand
- Verdächtige die befragt werden, erzählen den Polizisten alles was die hören wollen.
- "Wer macht denn sowas?“ Ja- wer wohl? Oft der, der fragt!
- Kommissare grundsätzlich immer mit einem Becher Kaffee in der Hand. Kaffeeautomat funktioniert oft nicht und wird mit Füßen traktiert.
- Weibliche Ermittlerinnen tragen gerne hautenge Röhrenhosen und zwecks Wiedererkennung immer den gleichen Mantel/Jacke. Wer erinnert sich noch an „Die Kommissarin“ Hannelore Elsner, jede Woche im schicken schwarzen Ledermantel?
- Alle gehen grundsätzlich trotz dringender Mahnung („Warte auf Verstärkung! Kein Alleingang !“) allein in finstere Keller, ohne auf die Verstärkung zu warten. Mit vorhersehbarem Ergebnis.
- Noch besser: jede*r Ermittler*in findet sich irgendwann in einem Kühlraum/ dunklen Keller,(immer ohne handyempfang) eingesperrt.
- Wenn in einem zwielichtigen Milieu ermittelt wird (immer wieder gern), hängt unweigerlich eine halbnackte Pole-Tänzerin an der Stange
- Unvermeidliche Folterszene: Opfer an Stuhl gebunden, Watschen
- Der Gute jagt den Bösen: immer von Dach zu Dach, cliff hanger, durch orientalische oder südländische Märkte, wobei sämtliche Stände zu Bruch gehen
- Motorräder fahren bei Verfolgungsjagd grundsätzlich lange Treppen hinunter
- Schlag auf den Kopf/angeschossen: normale Menschen lägen mit hirntrauma im Krankenhaus, Kommissar*innen stehen sofort wieder auf, reißen sich die Infusionsnadel raus. Nichts passiert - ich wäre tot.
Zum Schluss ein Tipp von einer befreundeten „Soko“-Regisseurin (Vorsicht Spoiler!): der Mörder ist immer der/die bekannteste Schauspieler*in.



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