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White food und andere Frühstücksthemen

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Am Frühstückstisch diskutieren wir wie immer die anstehenden Weltprobleme. Der Engländer liest aus dem Guardian vor. In England ist der Skandal um die getöteten männlichen Kälber ein Thema. Ich: "werden die dann nicht geschlachtet und als Kalbfleisch verkauft? Wo ist der Skandal?"  Brutal, oder? Aber es ist nun mal so, dass viele von uns Fleisch essen, und wenn wir alle vegetarisch oder vegan leben, brauchen wir auch keine Kühe mehr. Und eben keine Kälber. Wenn ich zweimal im Jahr Kalbfleisch esse, dann nur von Kälbern, die nicht durch halb Europa gezerrt werden, sondern die eben sofort geschlachtet und gegessen werden. Einmal im Jahr ein "echtes" Wiener Schnitzel - vom Kalb. Und jetzt in der überfriedlichen Vorweihnachtszeit mache ich zum Beispiel "Blanquette de veau". Mein wunderbares französisches Kochbuch erklärt, der Name kommt daher dass das Fleisch nicht angebraten wird und daher eben in weiß erscheint. Auf deutsch ist es das schnöde Kalbsfrikassee....

Staade Zeiten

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Nie ist mir das Bett so lieb gewesen wie in diesen neblig-grauen, klaustrophob-Novemberischen "Vorweihnachts"tagen. Ich hoffe nur, dass mir der Lesestoff nicht ausgeht über Weihnachten, sonst bleibt mir nur noch Band 2 der gruslig-genialen Hilary Mantel-Trilogie, "Bring up the Bodies", ein wahrer Schinken... Ich habe zwar ein neues Kochbuch in dem ich gern herumblätteres, aber einen Roman ersetzt das doch nicht.  *** I have never loved my bed more than in this grim, grey, claustrophobic run-up to Christmas. I can only hope I don't run out of books to read over the holidays or I will have to return to the fascinatingly gruesome world of Hilary Mantel's "Bring Up the Bodies"... I do have a beautiful new cookbook but contrary to what many women claim, I don't read it in bed. I like a plot to engross myself in. Was macht man sonst im Lockdown? Natürlich spazieren gehen, auch mal einen Ausflug etwas weiter weg, darf man ja. Mein Lieblingsziel ist di...

Englische Weihnachten - An English christmas

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Nein. Dieses Jahr backe ich nichts. Das heißt, schon. Aber nur drei Sorten Gebäck. Die Lussekatter (siehe oben) sind schon fertig, morgen kommen die Lebkuchen a la Andreas Raum (der corona-bedingt dieses Jahr nicht zur alljährlichen Lebkuchenparty einladen kann). Und heute gibt's die Mince Pies, das ultimative englische Weihnachtsgebäck. Dieses Jahr, 2020, ist das erste Jahr seit etwa 50 Jahren, in dem ich nicht ein einziges Mal in England war. Deshalb feiern wir Weihnachten mit einem Hauch England. Was für englische Ostern die Hot Cross Buns, sind für Weihnachten die Mince Pies. Als Kind hätte ich eher Frösche geschluckt als sowas zu essen - voller Rosinen, Zitronat, Orangeat... Auch eine dieser Geschmacksveränderungen, die Erwachsensein anzeigen. Der Teig ist mein Standardmürbteig: 250g Mehl (ich habe ein Drittel Roggenmehl und zwei Drittel 405er Weizenmehl genommen, das schmeckt mir in letzter Zeit gut) mit 180g Butter und 90g Zucker schnellt verkneten. Falls es nicht gleich pa...

When in doubt, keep baking

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Heute hat es ein bisschen geschneit - nix besonderes. Am Sonntag sah es auf dem Lande noch so aus!   Today we saw our first snowfall. Rather mingy. On Sunday, the world still looked like this! So weit bin ich leider mit meinem Kaltwasserschwimmen noch nicht! *** I haven't quite got to this stage in my cold water swimming   Manches Geflügel liebt es auch bequemer im Hühne-Ferienhaus *** Some feathered friends like it more comfy, in their chicken holiday home Wie lange habe ich schon keine Windbeutel mehr gemacht? Bei Instagram - wo sonst - fand ich diese glänzende Idee, und weil ich noch etwas von dem köstlichen Schokopudding übrig hatte, hab ich sie sofort gebacken und damit gefüllt. Einfacher als mit Brandteig geht Kuchenbacken wohl kaum. Hier habe ich schon mal Windbeutel gebacken, schaut es euch an (ich blogge schon so lange dass ich mich bequem immer selber zitieren kann!) I have made choux pastry many times - check the recipe here - but I kind of forgot about it until ...

In den blauen Bergen

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  In Rom gibt es ein Café, wo die Wirtin ausdrücklich jede Erwähnung von Corona verbietet.In Granada postet eine Freundin ihr bestes Geschirr mit der lakonischen Bemerkung, es werde wohl dieses Jahr im Schrank bleiben. In Österreich beschreibt eine gewisse Bertha Orfano ihr Leben mit den Worten "Groundhog Day". In München würden Luisa und ich uns gern mit Evi zum Singen treffen, aber das wird uns als Kamikazeunternehmung verleidet. Und so weiter.  Aber: Zum Glück dürfen wir trotz lockdown noch ein paar ruhige Plätze in der Natur suchen - im Gegensatz zu den bayrischen Seen, wo anscheinend die Besucherhölle ausgebrochen ist, da haben weder Übervater Söder noch die Virologen was  dagegen.  ***  In Rome, there is a café where the landlady does not allow any mention of Corone. In Granade, a firend has posted a picture of her best china with the remark "not needed this year". In Austria, another friend describes her life in the countryside as Groundhog Day. I...

Falsch gewickelt

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Ständig liest man derzeit von den Lockdownplänen unserer „Landesfürsten“, und den Versprechungen, dass wenn wir brav sind, wir uns zu Weihnachten im trauten Familienkreis treffen dürfen. Es ist wie eine Traumwelt - Weihnachten! da wird alles gut! Familien, vereint unter dem Baum.Wo es doch sowieso meistens kracht an Weihnachten. Familie = natürlich Vatermutterkinder und evtl noch Oma und Opa. Als gäbe es außer dieser Konstellation keine anderen Menschengruppen, die sich vielleicht treffen möchten, zu Weihnachten oder davor oder danach.  Einige meiner besten Weihnachtsfeste habe ich in London verbracht, mit einem unübersichtlichen Haufen FreundInnen. In England ist das alles nicht so furchtbar besinnlich - es ist kitschig, laut, verfressen, alkoholisch, wir spielen Charades und Postman knocks.  Ja, und manchmal war es auch schön mit Oma, Mütterlein, Schwester und Lieblingsnichte, mit Stille Nacht und Geschenkpapiergeraschel, und natürlich immer mit Plätzchen. Linzer Plätzchen: ...

Was geht?

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Obwohl jetzt der Lockdown angeblich so viel Kreativität freilegt, backe ich am liebsten meine erprobten Kuchen und Plätzchen. Denn es gibt einfach viel zu viel, was ich kochen könnte. Auf Instagram sehe ich ständig exotische Gerichte: aus Sizilien den Reisauflauf Sartú di Riso, und aus Jordanien gäbe es Manakish, die Fladenbrote mit Zatar.  Oder Lapingachos con salsa de mani - Kartoffelpuffer mit Käse und einer Erdnusssauce -  aus Ecuador klingen interessant. Und in England gibt es ein "Raised pork pie" - pies sind gerade der letzte Schrei -  der Teig aus Mehl und Rinderfett - exotisch, oder was? Ich speichere die Rezepte und verlinke die Webseiten, und mittags stehe ich dann in der Küche, hungrig, und es gibt Spaghetti mit Fleischbällchen. Oder Spinat mit Ei. Oder wieder mal ein Risotto. *** The say lockdown is unleashing creativity in the kitchen. I seem to end up baking a lot of cakes and biscuits. There is just too much out there I could be cooking. Instagram offers a...

Donnerstag Strudeltag

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Wann ist ein Strudel ein Strudel? Einen Strudelteig wie ihn meine Oma gemacht hat, oder wie Luisa den legendären Strudelteig von Annamirl beschreibt - so einen habe ich noch nie hingekriegt, so hauchdünn, handgezogen, über die Faust geworfen, unter dem man die Zeitung lesen kann (mit dem iPad würde ich es lieber nicht probieren). Aber heute habe ich eine Art Strudel gemacht, aus meinem Lieblingsteig, dem Teig der alles kann von süßen Rogalach bis zur herzhaften Karottengalette , von Apfeltarte bis - ja eben, Strudel. Teig gefüllt mit Obst, Gemüse und Fleisch gibt es ja überall - Lasagne, Börek, Spanakopita, Crespelle ... Der geniale 1:1:1-Teig besteht aus je einem Teil Mehl, Butter und Quark (ich natürlich 40% Fett). Was immer übrig bleibt, friere ich ein und dann kann ich in Windeseile Rogalach machen, natürlich nur, wenn ich dran denke, den Teig ein paar Stunden vorher aus dem Eisfach zu nehmen.  Hier habe ich mit dem Quarkteig eine Pastete gemacht, gefüllt mit roten Beten und ...